• Startseite
  • Kultur
  • „Ruf der Wildnis“ Kinostart am 20. Februar 2020 – die Filmkritik

“Ruf der Wildnis”: Treue Augen schauen dich an

  • Jack Londons "Ruf der Wildnis" kommt wieder mal auf die Leinwand.
  • Harrison Ford spielt einen Trapper, der Hund kommt aus dem Computer.
  • Grandiose Naturaufnahmen trösten über narrative Durststrecken hinweg.
Martin Schwickert
|
Anzeige
Anzeige

Jack Londons 1903 erschienener Roman „Ruf der Wildnis“ ist mit neun Verfilmungen ein verlässlicher Quelltext. Frühere Adaptionen waren jedoch in ihrer Wirkkraft beschränkt, weil die tierischen Hauptdarsteller ihrer Rolle nicht jene vermenschlichte Seelentiefe verleihen konnten, die der Romanautor dem Hundehelden Buck zugedacht hatte. Mit solchen Limitierungen ist jetzt dank digitaler Zaubertricks Schluss.

Ein bisschen überdimensioniert wirkt der zusammengepixelte Vierbeiner zwar, aber er glotzt unglaublich treu in die Kamera. Schließlich geht es um einen Hund, der Menschengerede versteht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

So wird er zum treuen Begleiter von Trapper John Thornton (Harrison Ford). Der Mann kommt über den Tod seines Sohnes nicht hinweg, findet in dem Hund einen Seelentröster – und erkennt, dass er ihm die Freiheit schenken muss.

Es ist ein langer Weg für Buck vom verwöhnten Haushund in Kalifornien über die Schwerstarbeit als Schlittenhund in Alaska hinein in die Gemeinschaft eines Wolfsrudels. Das öffnet den Blick für grandiose Naturaufnahmen, mit denen der Film über manch narrative Durststrecke hinwegtröstet.

„Ruf der Wildnis“, Regie: Chris Sanders, mit Harrison Ford, Omar Sy, 100 Minuten, FSK 6

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen