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Offener Brief an Laschet: Ü60-Schauspieler werden aus Drehbüchern geschrieben

  • Die Schauspielerin Renan Demirkan hat sich in einem offenen Brief an den NRW-Ministerpräsidenten gewendet.
  • Sie berichtet von Job-Absagen, weil sie zur Risikogruppe des Coronavirus gehört.
  • „Ich empfinde es als aktive Sterbehilfe, wenn ich auf das pure Überleben reduziert werden soll“, schreibt Demirkan.
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Köln. Die Autorin und Schauspielerin Renan Demirkan warnt vor einer existenziellen Bedrohung älterer Künstler in der Corona-Krise. Weil sie aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe zählten, würden über 60-Jährige aus Drehbüchern herausgeschrieben. Bereits besetzte Kollegen erhielten Absagen, schreibt die 64 Jahre alte Demirkan in einem offenen Brief an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU), den der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag) veröffentlichte.

Wenn sie nicht mehr als Künstlerin tätig sein dürfe, dann bedeute das mehr als nur einen Einkommensverlust, „mehr als Demütigung und Isolation“. „Ich empfinde es als aktive Sterbehilfe, wenn ich auf das pure Überleben reduziert werden soll“, schreibt Demirkan, die dem PEN-Zentrum Deutschland und dem Berufsverband Schauspiel angehört. Die Schauspielerin forderte Laschet auf, sich bei den Versicherungen dafür einzusetzen, dass diese Corona als Ausfallgrund anerkennen und damit Produzenten Ausfallkosten ersetzen. Es gehe um „Sicherheit für eine ganze Berufsgruppe“.

RND/epd

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