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Rassistische Bilder: Dr.-Seuss-Kinderbücher werden nicht mehr veröffentlicht

  • Mit Werken wie „Der Kater mit Hut“ oder „Wie der Grinch Weihnachten gestohlen“ feierte der Autor Theodor Seuss Geisel Welterfolge.
  • Jetzt wird die Veröffentlichung von sechs Kinderbüchern der Dr.-Seuss-Reihe eingestellt.
  • Grund sind rassistische Darstellungen von Schwarzen, Asiaten und anderen Personen in den Büchern.
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Boston. Die Veröffentlichung von sechs Kinderbüchern der Dr.-Seuss-Reihe wird wegen rassistischer Darstellungen eingestellt. Das teilte das Unternehmen Dr. Seuss Enterprises am Dienstag mit. Es verwaltet das Vermächtnis des verstorbenen, als Dr. Seuss bekannten Autoren Theodor Seuss Geisel. „Diese Bücher stellen Menschen auf eine Art und Weise dar, die verletzend und falsch“ sei, erklärte die Firma gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Betroffen sind die Bücher mit den englischen Titeln „And to Think That I Saw It on Mulberry Street“, „If I Ran the Zoo“, „McElligot's Pool“, „On Beyond Zebra!“, „Scrambled Eggs Super!“ und „The Cat's Quizzer“. Die Entscheidung sei im vergangenen Jahr nach monatelangen Gesprächen getroffen worden, teilte das Unternehmen mit. „Dr. Seuss Enterprises hat als Teil unseres Prüfungsprozesses zugehört und Feedback von unserem Publikum angenommen, darunter Lehrer, Akademiker und Experten in dem Bereich.“

Kritik auch an „Der Kater mit Hut“

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In den vergangenen Jahren wurde die Kritik immer lauter, wie Schwarze, Asiaten und andere Personen in den Kinderbüchern abgebildet werden. Auch eines der beliebtesten Bücher von Dr. Seuss, „The Cat in the Hat“ („Der Kater mit Hut“), ist kritisiert worden. Es wird aber fürs Erste weiter veröffentlicht.

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Die Bücher von Dr. Seuss sind in Dutzende Sprachen übersetzt worden. Sie werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Autor starb 1991. 2020 erzielten seine Bücher Bruttoeinnahmen in Höhe von etwa 33 Millionen Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Dem Magazin „Forbes“ zufolge war Dr. Seuss 2020 die Nummer zwei der am besten bezahlten toten Prominenten. Auf Platz eins war Michael Jackson.

RND/AP

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