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Auf der Münchner Theresienwiese

Veranstalter macht Rückzieher: Gigantische Silvestershow von Rammstein findet nicht statt

Rauch steigt während eines Konzerts der Band Rammstein über dem Olympiastadion Berlin am 4. Juni 2022 auf. (Archivbild)

Rauch steigt während eines Konzerts der Band Rammstein über dem Olympiastadion Berlin am 4. Juni 2022 auf. (Archivbild)

Der Plan war riesig, die Bedenken am Ende aber größer. Nachdem sich der Münchner Stadtrat für ein geplantes Megakonzert der Band Rammstein an Silvester ausgesprochen hatte, ist der Traum vom Großevent auf der Theresienwiese nun geplatzt. Stadtrat und Polizei sahen das Event angesichts der Größenordnung von 145.000 Zuschauern offenbar zu kritisch. Wie der Münchner „Merkur“ und „Süddeutsche Zeitung“ übereinstimmend berichtet, hat der Veranstalter deshalb nun selbst einen Rückzieher gemacht. Demnach seien die Hürden von deren Seiten nun zu hoch gewesen sein.

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Die Leutgeb Entertainment Group begründete die Entscheidung dem Sprecher zufolge mit dem hohen Zeitdruck, unter dem sie ein schlüssiges Sicherheitskonzept hätte ausarbeiten müssen. Die Absage kommt damit nur eine Woche nachdem der Feriensenat beschlossen hatte – gegen die Stimmen von Grünen, Linken und ÖDP –, die Theresienwiese als Veranstaltungsort zur Verfügung zu stellen. Was noch fehlte, war jedoch die Genehmigung durch das Kreisverwaltungsreferat – das bereits große Bedenken äußerte.

Die Befürworter hatten sich davon einen riesigen Werbeeffekt für München erhofft, hat Rammstein doch auch international eine riesige Fangemeinde. Kritiker verwiesen unter anderem auf die ohnehin starke Belastung von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften in der Silvesternacht. Auch die An- und Abreise von mehr als 100.000 Menschen wäre eine Herausforderung gewesen. Auch die Münchner Kulturveranstalter sahen sich benachteiligt, wurde ihnen doch bislang versagt, große Konzerte auf der Theresienwiese zu veranstalten.

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Der österreichische Veranstalter hat Erfahrung mit Großereignissen. Anfang August waren 90.000 Menschen zum Open-Air-Konzert von Andreas Gabalier aufs Münchner Messegelände gekommen, in Kürze folgen Helene Fischer (20. August) und Robbie Williams (27. August).

Bei Rammstein wäre die Situation aber noch mal eine andere gewesen, sagte der KVR-Sprecher. Anders als die Messe liege die Theresienwiese in der Innenstadt und es gebe viele Anwohner. Auch der Zeitpunkt spiele ein Rolle, so hätten die Veranstalter im Sicherheitskonzept etwa das Abschießen von Silvesterraketen berücksichtigen müssen.

RND/jst mit dpa

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