Putin: Lenin soll weiter im Mausoleum ausgestellt bleiben

  • Wladimir Iljitsch Lenin soll künftig weiter im Moskauer Mausoleum am Roten Platz ausgestellt werden - auch wenn der Erhalt des Leichnams Millionen kostet.
  • Präsident Putin macht deutlich, dass viele Menschen einen großen Teil ihres Lebens mit Lenin verbinden würden.
  • Solange das so ist, solle sich nichts ändern.
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Der kommunistische Revolutionsführer Lenin soll weiter im Mausoleum am Roten Platz in Moskau ausgestellt bleiben. "Was den Körper angeht, so sollte der nach meiner Meinung nicht angerührt werden", sagte Putin am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Moskau. Die russisch-orthodoxe Kirche will den 1924 gestorbenen Wladimir Iljitsch Lenin am liebsten beerdigen. Die Erhaltung des Leichnams kostet den russischen Staat Millionen.

Der Kremlchef betonte aber, dass es noch immer viele Menschen in Russland gebe, die einen großen Teil ihres Lebens mit Lenin und "gewissen Errungenschaften der Vergangenheit, Errungenschaften der Sowjetunion" mit ihm verbänden. Solange das so ist, solle sich nichts ändern. Russlands Kommunisten verehren Lenin bis heute.

Mehrere Lenin-Denkmäler in Moskau

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Allein in der russischen Hauptstadt stehen mehrere Lenin-Denkmäler. Zugleich machte Putin deutlich, dass Lenin eine Person der Geschichte sei. Seine Entscheidungen zum Aufbau des Staates hätten "negative Folgen" gehabt. Lenin sei kein Staatsmann gewesen, sondern ein Revolutionär, meinte Putin.

RND/dpa

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