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Peter Maffay kritisiert die Kulturpolitik: „Gelder fließen viel zu langsam“

  • Der deutsche Rocksänger Peter Maffay hat sich kritisch gegenüber der Kulturpolitik in der Corona-Krise geäußert.
  • Während Autoindustrie oder Lufthansa großzügig unterstützt würden, kommt die Kulturbranche zu kurz.
  • „Es müsste alles viel schneller gehen, hier sind viele Existenzen bedroht“, sagt er.
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München. Deutschrock-Star Peter Maffay (71) sieht die Kulturbranche wegen der Corona-Krise in höchster Gefahr – und stellt den handelnden Politikern kein gutes Zeugnis aus. „Es wird hier mit zweierlei Maß gemessen“, sagt der im bayerischen Tutzing am Starnberger See lebende Sänger und Gitarrist („Sonne in der Nacht“). Während Autoindustrie oder Lufthansa mit staatlichen Milliardenzuwendungen großzügig unterstützt würden, verhungere der Kulturbetrieb am langen Arm der Bürokratie.

Herabwürdigende Erfahrungen

„Die Gelder, die in Aussicht gestellt werden, fließen viel zu langsam“, sagte Maffay der Deutschen Presse-Agentur. „Es müsste alles viel schneller gehen, hier sind viele Existenzen bedroht.“ Musiker seien offenbar nicht „systemrelevant“, ärgerte sich der seit rund 50 Jahren erfolg- und einflussreiche Künstler. Er habe am eigenen Leib erfahren, wie herabwürdigend es sich anfühle, so bezeichnet zu werden: „Im ersten Lockdown wollte ich meine Tochter in der Kinderkrippe abgeben. Da hieß es: Das geht nicht - ich sei ja nicht systemrelevant.“

RND/dpa

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