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Neue Single „Slow Down“ – Die Toten Hosen auf den Spuren der Beatles

  • Und noch ein Video im Liverpool-Stil: Die Toten Hosen verbeugen sich mit „Slow Down“ zugleich vor den Beatles als auch vor dem schwarzen Rock ’n’ Roller Larry Williams.
  • Keinen anderen Musiker hatten die Beatles so oft gecovert wie den „Slow Down“-Autor Williams aus Louisiana.
  • Und heute (6. November) in einer Woche erscheint dann das neue Hosen-Album „Learning English Lesson 3: Mersey Beat!“.
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Und noch ein Video. Die Toten Hosen haben heute (6. November) das zweite Video zu ihrem Album „Learning English Lesson 3: Mersey Beat!“ veröffentlicht. „Slow Down“ heißt der rasante Song. Wie schon beim Vorgänger „Respectable“ wird originales Tanzvolk aus den 60er-Jahren gegen eine BBC-artige Showbühnenoptik im Schwarz-Weiß-Stil der frühen Pilzkopf-Ära geschnitten. Sahen die Hosen im Video zur ersten Auskoppelung „Respectable“ in Anzügen mit Schlips allerdings noch aus wie eine waschechte Merseybeat-Band von anno 1963, sind sie in der schwarzen Jeans-Pulli-Optik schon näher an sich selbst.

Auch der Sound der bockbeinigen Nummer ist Rock ’n’ Roll meets Punk. Zur Erinnerung: 1977 hatten sich schon Paul Wellers The Jam „Slow Down“ gegriffen – für ihr Debütalbum „In the City“.

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„Slow Down“ wurde jenseits der USA 1964 durch die Beatles bekannt. Auf der rock-’n’-rolligsten Veröffentlichung der Fab-Four-Bandgeschichte, der „Long Tall Sally“-EP, war das Stück enthalten. Damit verbeugen sich die Hosen nun heute vor den Beatles, aber auch vor dem Rock ’n’ Roll der 50er-Jahre. Der heute zu Unrecht in Vergessenheit geratene schwarze Rock ’n’ Roller Larry Williams aus Louisiana hatte den temperamentvollen Song 1957 geschrieben und im März 1958 als Single veröffentlicht.

„Slow Down“ – ein Mädchen ist zu schnell in Sachen Liebe

In dem humorvollen Lied geht es um ein Mädchen, das so „schnell“ ist, dass es – kaum, dass der Protagonist des Lieds glaubt, er sei bei ihr gelandet – schon einen anderen Lover „die Straße runter“ hat. Am Ende war es die – von den Beatles auf ihrem Album „Help!“ gecoverte – B-Seite der Williams-Single „Dizzy Miss Lizzy“, die in die US-Charts kam – bis auf Platz 69 der Billboard-Charts. Keinen anderen der Rock-’n’-Roll-Helden der 50er-Jahre hatten die Beatles auf ihren offiziellen Veröffentlichungen übrigens so oft interpretiert wie Williams. Auf ihrem amerikanischen Album „Beatles VI“ fand sich noch das im Original an den Billboard-Charts gescheiterte „Bad Boy“.

Die Toten Hosen begnügen sich auf „Mersey Beat!“ mit einem einzigen Williams-Stück. Eine Eigenkomposition von John Lennon und Paul McCartney ist indes auch enthalten. „Bad to Me“ war im Sommer 1963 aber kein Hit für die Beatles, sondern der erste Nummer-eins-Hit für die Liverpooler Band Billy J. Kramer & The Dakotas.

Das Album „Learning English Lesson 3“ der Toten Hosen erscheint am Freitag, 13. November.

RND/big

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