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Neue Corona-Beschlüsse: Kinos fordern bundesweit einheitliche Öffnung

  • Nach dem Öffnungsplan des Bundes können Kinos frühestens ab dem 22. März aufmachen – allerdings ist das von den regionalen Inzidenzen abhängig.
  • Der Verband der Filmtheater fordert hingegen eine einheitlich bundesweite Öffnung.
  • Dass die Beschlüsse unzureichend sind, findet auch die Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde.
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Am Morgen nach der Bund-Länder-Konferenz fordern Kinos eine einheitliche Öffnung aller Filmtheater in Deutschland: Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, fürchtet der Hauptverband Deutscher Filmtheater, dass sonst zeitlich unklar bleibt, wann Kinos wieder Besucher empfangen dürfen. Das sei „ein schwerer Schlag und eine große Hürde für den Start neuer Filme“. Außerdem wünschen sich die Vertreter der Lichtspielhäuser ein einheitliches „Dokumentationssystem für Geimpfte, Genesene oder Getestete“, das Öffnungen unabhängig von den Inzidenzen zulässt. „Letztlich wurde die Wiedereröffnung der Kultur weiter vertagt“, sagte auch Christian Bräuer von der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Berlin.

„Maskenpflicht nicht akzeptabel“

Den neuen Corona-Beschlüssen zufolge dürfen Kinos frühestens ab dem 22. März wieder öffnen, aber nur wenn sich die Inzidenz stabil unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Woche hält. Beträgt die Inzidenz zwischen 50 und 100, müssen Besucher einen negativen tagesaktuellen Corona-Test vorweisen.

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In der Stellungnahme des Kinoverbands wird auch die Maskenpflicht am Platz kritisiert – sie sei nicht akzeptabel. „Der Verzehr von Speisen und Getränken während des Kinobesuchs ist für die Filmtheater (...) eine zwingende Voraussetzung, um wirtschaftlich arbeiten zu können“. Damit sei die Maskenpflicht nicht vereinbar.

Aus Sicht des Verbandes der Programmkinos, der Arbeitsgemeinschafts Kino – Gilde, gibt es „einfach viel zu viele offene Fragen“. So seien Auflagen ungeklärt, etwa die Umsetzung von Schnelltests. Zudem sei dies „ein wichtiges Instrument, wenn es um die höhere Auslastung geht“. Wenn im Kino mit Lüftung, Abstand und Maske gesessen werden müsste, sei dies „doppelt und dreifach gemoppelt“.

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„Kulturelle Teilhabe darf kein Luxusgut sein“, sagte Bräuer. „Es braucht dringend kostenfreie und praktikable Lösungen. Das ist noch offen.“ Zwar bewege sich die Politik auf eine „konsistente Gesamtstrategie aus Impfen, Testen, Hygienemaßnahmen, Kontakt, Verfolgung“ zu, es müsse aber konkreter werden. Eine Öffnung für die Kinos frühestens ab dem 22. März sei kein entlastender Schritt. Auch in Kinos gebe es bereits Zugang über Zeitbuchungen und Kontaktverfolgung.

RND/am/dpa

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