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Neue Alben von Tom Jones, Fury in the Slaughterhouse und Sarah Lombardi

  • Erfreulichste Popnachricht der Woche: Fury in the Slaughterhouse machen jetzt auch wieder gemeinsam Platten – und „Now“ ist ihre kraftvollste Scheibe seit „Jau!“ von 1990.
  • Tom Jones hat mit 80 Spaß an Elektro, Lucinda Williams startet mit einem Tom-Petty-Tribut eine ganz Serie von Hommageplatten.
  • Und die „DSDS“-Zweite Sarah Lombardi und Hymnenspezialist Joris liefern Musik für positives Denken.
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Gleich mehrere Künstler und Bands feiern dieser Tage ihr Comeback. Nach 13 Jahren ohne Album haben die Hannoveraner Fury in the Slaughterhouse unter Regie von Toten-Hosen-Produzent Vincent Sorg mit „Now“ eine kraftvolle Rückmeldung abgeliefert. Und während Tom Jones mit 80 Jahren ein Faible für Elektro entwickelt hat, bringen The Offspring nach neun Jahren Albumpause gewohnt melodiösen Indierock mit punkiger Note.

Tom Jones – die Stimme des Tigers ist immer noch mächtig

Der Tiger hatte stets Bandbreite – Tom Jones schmalzte „Beautiful Delilah“ für die älteren Damen mit den violettrosa gefärbten Haaren und schmiss ihnen im selben Konzert Lenny Kravitz‘ rockiges „Are You Gonna Go My Way“ vor die Füße. Ohne sein „Sex Bomb“ (vom hannoverschen Mousse T. geschrieben) kam eine ganze Weile keine Party aus. Seine Sixties-Singles „What’s New Pussycat?“ und „It’s Not Unusual“ gehören in jede gepflegte Musiksammlung, aber auch Alben wie „The Lead and How to Swing It“ (1994) und „Spirit in the Room“ (2012). Allein wegen dieser Stimme.

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Der barocke Bariton des inzwischen 80-jährigen Walisers kriegt fraglos auch auf dem neuen Album „Surrounded By Time“ immer noch jedes Schwert aus dem Stein, sei es nun bei Cat Stevens‘ „Popstar“, Bobby Coles „I’m Growing Old“ (ach woher denn, Tom!) oder bei Bob Dylans „One More Cup of Coffee“, und eine gewisse Altersrauheit des Timbres wird als angenehme Würze empfunden. Die Instrumentierungen sind gewagt, oft elektronisch, sphärisch, aber, wer wagt, gewinnt. Freier von kommerziellen Erwägungen als hier war der Freigeist Jones – erneut unter den Fittichen von Ethan Johns – kaum je. Wenn der Tiger aber Text spricht – wie bei seiner Version von Todd Sniders (unbedingt zu entdeckender, auch schon nicht mehr ganz junger Songwriter aus Memphis!) „Talking Reality Television Blues“, einer Geschichte des Fernsehens, oder von Tony Joe Whites „Old Mother Earth“, einem Lied für den Planeten –, braucht es ein wenig Einfühlungszeit. Bei Tony Calliers „Lazarus Man“ geht der sprechende Tom Jones dann wieder in einen (beinahe) singenden über und die Musik dazu klingt, als funkele hier ein verlorener Geschwistersong von „Riders on the Storm“ der Doors.

Tom Jones – „Surrounded By Time“ (BMG)

Lucinda Williams und ihr Regenbogen für Tom Petty

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Schmale Produktion. Rock and Roll ohne Schnörkel. Americana-Meisterin Lucinda Williams hat sich auf ihrem neuen Album „Runnin’ Down a Dream“ der Songs von Tom Petty angenommen. Das Cover ist dem von Pettys wohl populärstem Album „Full Moon Fever“ nachempfunden. Williams singt mit ihrer harschen Stimme drei Songs aus Pettys Zeit mit ELO-Boss Jeff Lynne: „Running Down a Dream“, „I Won’t Back Down“ und „A Face in the Crowd“. Drei weitere kommen vom ähnlich melodieseligen „Wildflowers“, das Rick Rubin produzierte: der Titelsong, „You Don’t Know How It Feels“ und das treibende „You Wreck Me“. „Gute Zeiten kommen und gehen wieder“, singt Williams in „Gainesville“, einem 2018 erschienenen Petty-Outtake von 1998.

Die guten Williams-Zeiten zumindest bleiben noch eine Weile, auch nachdem das Album mit der traurigschönen Ballade „Stolen Moments“, einer Eigenkomposition Williams‘ für Tom Petty, endet (als sie vom Flugzeugfenster aus einen Regenbogen sieht, fühlt Williams die Nähe des 2017 Verstorbenen). Denn die angenehm ungeschliffene Hommage, die die 68-Jährige mit ihrer Band liefert, war nur der Auftakt einer sechsteiligen Albumreihe, die unter „Lu’s Jukebox“ firmiert und deren weitere Folgen in den kommenden Monaten erscheinen werden: „Southern Soul“, „Bob’s Back Pages“ (ein Dylan-Tribut), „Funny How Time Slips Away – A Night of 60′s Country Classics“ , „Have Yourself a Rockin‘ Little Christmas“ und „It’s Only Rock and Roll“ (eine Rolling-Stones-Hommage).

Lucinda Williams – „Runnin’ Down a Dream: A Tribute to Tom Petty (Lu’s Jukebox Vol. 1)“ (Highway 20 Records)

The Offspring wecken den Bergkönig

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The Offspring mögen’s auch mal melancholisch und zart – mit einem molltönenden Klavier und Streichern, die klingen wie Musik gewordenes Schlagen von Engelsflügeln. „Gone Away“ steht am Ende des Comebackalbums „Let the Bad Times Roll“. „Schwarze Rosen und ‚Gegrüßest seist du Marias‘ können dich mir nicht zurückgeben“, singt Dexter Holland sein musikalisches Trauerflor. Eine Ballade, die etwas zu sehr an „Mad World“ von Tears for Fears erinnert.

Viel Zeit ist ins Land gegangen. Neun Jahre nach „Days Go By“ erscheint das zehnte Album der großen kalifornischen Punktruppe, die auch ein bisschen was aus den Jahren seither aufsammelt – so findet sich hier etwa die vor sechs Jahren erschienene Single „Coming for You“ – eine Hommage an den Glamrock der Gary-Glitter-Zeiten. Und immer noch hat die Band um Holland und Gitarrist Noodles das Talent, zu galoppierenden und krachenden Gitarren eingängige Melodien zu finden. Hörenswert ist ihre Absage an den amerikanischen Traum im Opener „This Is Not Utopia“. Hörenswert auch der mit Quäkegebläse bestückte Punkswing von „We Never Have Sex Anymore“ oder der instrumentale Schweinsgalopp von Edvard Griegs „In der Halle des Bergkönigs“. Unter den Fittichen von Produzent Bob Rock liefern sie (abzüglich der Tears-for-Fears-Hommage) weitgehend mehr vom Selben. Und was wollen Offspring-Fans sonst?

The Offspring – „Let the Bad Times Roll“ (Concord Records/Universal)

Greta Van Fleet und die Sprossen zum Led-Zep-Himmel

Unglücklicherweise versuchen Greta Van Fleet ihr Rock-’n‘-Roll-Glück in einer Zeit, in der klassischer Rock sich im großen Popgetriebe mit einer Nische zufriedengeben muss. Das Radio, selbst im Niedergang begriffen, spielt Rock nur dann, wenn er maximale Popkompromisse macht wie im Fall von Maroon 5 oder Imagine Dragons. Ein kreativer Kotau ist indes nicht das Ding von GVF. Mit Orgel, E- und Akustikgitarren, Chören und Streichern, mit Wuchtbrummenschlagzeug, Rhythmuswechseln und cleveren Soli halten sie die Fahne des Progrock hoch.

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Was auch beim zweiten Album ins Ohr sticht, ist die Emblemstimme von Joshua Kiszka, die wie ein Amalgam aus Jon Anderson (Yes) und Noddy Holder (Slade) klingt und deren helle, frenetische Sirene gewiss nicht jedermanns Sache ist. Das Drei-Brüder-plus-ein-Kumpel-Quartett aus Frankenmuth, Michigan, ficht die „Battle at Garden’s Gate“ aus, die sie unter Produzent Greg Kurstin (Foo Fighters, Adele) recht gegenwartsvergessen führt. Wenn man sich etwa „Broken Bells“ zu Gehör führt, weiß man, dass die Rockgretas schon ein Gutteil der Sprossen zum Led-Zeppelin-Himmel erklommen haben – freilich mit weniger Bluesanteilen. Studiert man die Texte, ist das Scharmützel am Gartentor definitiv noch keine „Battle of Evermore“. Aber Kiszkas Heulen erweckt den Eindruck, dass selbst banalste Zeilen tiefere Bedeutung trügen.

Greta Van Fleet – „The Battle at Garden’s Gate“ (Lava Records)

Sarah Lombardi – Tröstliches für Schlagerfans

Sie geht nie mehr fort, das verspricht Sarah Lombardi, von deren Hochzeitsplänen Medien jüngst berichteten, zu Beginn ihres neuen Albums ihrem Liebsten. Es geht im Opener „Te Amo Mi Amor“ zu karibischen Rhythmen und Synthigezwitscher um die große unbedingte Liebe, die die 28-Jährige, glaubt man den Berichten, gerade mit ihrem Verlobten Julian erlebt. „Im Augenblick“ heißt Lombardis albumlange persönliche Momentaufnahme. Die „DSDS“-Zweite von 2011 singt in „Flügel in Gedanken“ dabei auch von persönlicher Weiterentwicklung: „Von den Fesseln meiner Grenzen / kann ich mich endlich befreien“. Musikalisch ist diese Befreiung eher nicht festzustellen, alles ist genormt. Geboten wird Schlager mit Synthpop-Einschlag, meist gut tanzbar. Die Popformel, um mitzumischen bei dem, was die wagemutbefreiten Sender der Republik so senden.

„Ich bin das Feuer, du das Benzin / kommen wir zusammen, wird es explosiv“ singt Lombardi in „Bailando Con Fuego“ davon, dass beileibe nicht jede Zweisamkeit Zukunft hat. „Unsere Liebe ist so bunt, nicht einfach nur schwarz-weiß / ganz sicher nicht perfekt und auch nicht immer leicht“, beinahereimt sie in „Love Is Love“ über die Erkenntnis, dass Beziehungen nicht über 24/7 rosarote Kuschelkisten sind. Von ihren „tausend Gesichtern“ erzählt Lombardi dann in der Ballade „Ich“, vom Füreinanderdasein und Einanderguttun in „Roter Faden“, von erfüllendem Sex (schön schlagerverklausuliert) in „Im freien Fall nach oben“. Alles ist so allgemein formuliert und so eingängig, dass es Schlagerfans in trüben Zeiten, in denen Gemeinschaftsgeist heißt, dass man sich gerade voneinander fernhält, ein bisschen Trost bietet. Bester Song: die Lockdown-Ballade „Einen Anruf entfernt“.

Sarah Lombardi – „Im Augenblick“ (Sony)

Steve Cropper – Die Rückkehr des Blues Brothers

Eine richtige Rock-’n‘-Roll-Legende gibt sich die Ehre eines Albums – ihres ersten unter eigenem Namen firmierenden seit 1969. Gitarrist Steve Cropper war Mitbegründer der Stax-Hausband Booker T. & The MGs („Green Onions“), seine Telecaster ist auf Soulevergreens wie Otis Reddings „Sitting on the Dock of the Bay“ zu hören, und eine Session mit den schwer an ihm interessierten Beatles wurde angeblich von deren Produzent George Martin aus Sicherheitsbedenken abgeblasen. Im Kino war Cropper Gitarrist mit Jake und Elwood Blues in John Landis‘ Musikkomödienklassiker „Blues Brothers“ im Auftrag des Herrn unterwegs.

Und jetzt lässt der ewige Kollaborateur der Großen (Paul Simon, John Lennon, Ringo Starr, Frank Black, um nur einige zu nennen) sein Instrument auf „Fire It Up“ in eigener Sache grooven und perlen und lässt die Rhythm-’n‘-Blues-Lokomotive in Songs wie „The Go-Getter Is Gone“, „I’m Not Havin‘ It“ oder „She’s So Fine“ so kraftvoll aus dem Schuppen rollen, als sei dieses beherzte Sixties-Retro der Sound der Stunde. „In einem Lockdown arbeitest du an Sachen, die seit Jahren in deinem Kopf umhergeistern“, erzählte Cropper über das Album, auf dem er mit seinem Instrument – wie zu allen Zeiten – seinen Frontmann befeuert. Das Mikrofon hat hier Roger C. Reale übernommen – ein machtvoller Soul Man. Und so gibt es keine Sperenzchen, keine selbstvergessenen Soli, sondern vor allem Rhythmus, bei dem einem gar nichts anderes übrig bleibt, als (derzeit bei einer lockdownbedingten Party of One) loszutanzen.

Steve Cropper – „Fire It Up“ (Mascot Label Group)

Vanessa Peters mit schimmernden Indie-Gemmen

„Ich bin es so leid zu lächeln und Ja zu sagen“, singt Vanessa Peters in „Yes“, einem Song, der langsam anrollt und sich dabei sofort in Hörers Kopf verhakt. Die 40-jährige Texanerin singt vom Groll der ewig Übergangenen, die ewig Zugeständnisse machen muss, an der der Kelch des Ruhms immer wieder vorbeigeht. Die Stimme ist vordergründig schläfrig, aber mit dem leichten Aroma der Gefahr. Man verliebt sich sofort in dieses Timbre. Auch in „Hood Ornament“ singt Peters davon, „festzustecken, zweite Geige zu spielen“. Am Ende, in „Still Got Time“, dann der Funke Hoffnung – schwere Zeiten enden irgendwann, alles ist zu reparieren: „Solange du das hörst, hast du noch Zeit, dein Glück zu machen.“

Und das könnte Peters mit „Modern Age“ gelingen: Wer sie vom Vorgängeralbum „Foxhole Prayers“ noch als Indie-Folk-Heroine in Erinnerung hatte, hört sie jetzt rocken wie nie zuvor. Die hier versammelten Songs gehen zurück auf Skizzen, die während einer Tour durch die Niederlande und Deutschland entstanden. In Italien vom Lockdown überrascht, zogen sich Peters, Ehemann/Bandmitglied Rip Rowan und die italienischen Mitmusiker in Peters‘ einstiges Studentinnenrefugium Castiglion Fiorentino in der Toskana zurück und arbeiteten Stücke aus, die einem Tom Petty zur Ehre gereicht hätten – schimmernde, schrammelnde Indie-Gemmen mit Americana-Touch wie „Crazymaker“, „The Weight of This“ oder „Never Really Gone“.

Taumelnde Gitarre, schleppender Rhythmus, eine bittersüße Melodie – „Make Up My Mind“ ist eine Erzählung von dem, wozu man sich gern aufschwingen würde: nicht mehr von Angst regiert zu werden und endlich „den Bully auf die Matte zu schicken“. Und der Titelsong ist voller Sehnsucht nach einer alten, langsameren Zeit, in der man nicht in jedem Augenblick erreich- und verfügbar war. Aber die Veranda der Großmutter ist abgerissen, mitsamt ihrem Haus, und auf dem Grab der Gemütlichkeit wurde ein Betonkomplex errichtet. Alles ist eben doch nicht zu reparieren.

Vanessa Peters – „Modern Age“ (Via Idol Records/Cargo)

Joris singt selbst in „Untergang“ vom Neuanfang

Noch ein Tröster vor dem Herrn mit einem Song fürs Aufstehen und Neuanfangen: „Wisch die Tränen aus deinem Gesicht“ singt Joris Ramon Buchholz den Titelsong seines dritten Albums „Willkommen Goodbye“ mit sanfter, zugleich rauer Stimme, und ein Chor macht das Ganze mit seinem beipflichtenden, verstärkenden „Oh-hoh!“ mächtig, bombastisch, sodass man gar nicht anders kann, als von Zuversicht geflutet zu werden. Gefällig sind Joris‘ Hymnen, gemacht, um Gutes zu fühlen, und um dazu (vorerst nur im Geiste, später dann in echt) Handylichtlein im Dunkel der zu lange schon brachliegenden Konzerthallen hin- und herzuschwenken.

Die Songs von Joris sind mehr denn je süffiger Radiostoff, Herzensstoff auch (Coldplay und Shawn Mendes lassen grüßen), sie holen den Hörer im einsamsten Lockdown ab und werfen ihn ins Licht. Erfolg durch positives Singen: Dummheit darf nicht siegen, Geld nicht alles regeln, singt der 31-Jährige seine Botschaften in „Sturm Drang“, glaubt an das Gute und dessen schlussendliches Obsiegen. Und in „Nur die Musik“ an die Musik. „Du bist nicht allein“ und „Ich lass dich nicht los“ sind Joris‘ musikalische Salben der Liebe und Loyalität in „Steine“ und dazu schweben schön die Streicher. Aber erst die Trompete im „No Drama Song“! Und wenn auch ein Uptempo-Song „Untergang“ heißt, ist der „Club der Verlierer“ gar keiner: „Wir feiern unseren Untergang“, singt Joris zwar, aber er reimt darauf: „Komm, wir fangen noch mal von vorne an.“

Joris – „Willkommen Goodbye“ (Four Music)

„Now“ - Ein Kraftpaket von Fury in the Slaughterhouse

„Das“, sagte die Plattenverkäuferin damals, 1990, in Würzburg, „sind die deutschen U2!“ Und damit hatte sie das Album „Jau!“ schon verkauft. Was dann zu Hause aus dem CD-Player krachte, war aber noch viel bunter als U2, an die vor allem die Hymne „Won’t Forget These Days“ erinnerte. Fury in the Slaughterhouse eroberten einen mit Kai Wingenfelders gefühliger Stimme und ihrem ungebremsten Spaß an allen Arten von Popmusik – von Punk bis Funk. Sie coverten die Rolling Stones („The Last Time“) und Sam’s Lied aus „Casablanca“ („As Time Goes By“). Und live erst! Auch wenn die Alben nach „The Hearing and the Sense of Balance“ nicht mehr die berauschenden Wundertüten waren, blieb man treu an ihrer Seite, besuchte Fury-Konzerte und war aufrichtig traurig, als 2008 Schluss mit rockig war.

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„Now“ heißt die Comebackscheibe der Furys nach 13 Jahren, und die ist fast so stilbunt und so spaßeshalber wie damals „Jau!“. Produzent Vincent Sorg (Die Toten Hosen) ist es wie lange nicht mehr gelungen, das saft- und kraftvolle Livekraftwerk Fury in the Slaughterhouse im Studio einzufangen. Neben melancholischen Balladen („Sometimes“ und „Good Luck on Your Way“) gibt es treibende Gitarrenrocker („Letter to Myself“), schunkelnden Mandolinenfolk („The Beauty“), juxigen Offbeat („Now“) und punkiges Vorwärts („Replay“). Und mit dem rockigen „This Will Never Replace Rock ’n‘ Roll“ (einer Liebeserklärung an gute Musik), „Sorry“ (einer Entschuldigung an die kommenden Generationen für den Zustand des Planeten) und „1995“ (Erinnerungen an die Zeit, in der die Furys fast in den USA durchgestartet wären) drei Hymnen. Mindestens. „Walk On“ heißt der Rauswerfer – einer fürs Zusammenhalten, und die Streicher darin unterstreichen zum Schluss noch mal eins: dass es keinen besseren Zeitpunkt für ein Fury-Comeback gibt als „now“.

Fury in the Slaughterhouse – „Now“ (Starwatch/Sony)

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