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Nach Protesten: Verlag sagt Herausgabe von Woody Allens Memoiren ab

  • Der US-Verlag Hachette Book Group veröffentlicht die Erinnerungen von Starregisseur Woody Allen doch nicht.
  • Damit reagiert er auf tagelange Kritik berühmter Mitglieder der #MeToo-Bewegung.
  • Die Kritik daran entzündete sich an jahrzehntealten Vorwürfen, der heute 84-Jährige habe seine Adoptivtochter Dylan Farrow sexuell missbraucht.
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New York. Nach tagelanger Kritik hat der US-Verlag Hachette Book Group die Veröffentlichung der Erinnerungen von Star-Regisseur Woody Allen abgesagt. Die Entscheidung sei schwierig gewesen, weil der Verlag die Beziehungen zu seinen Autoren sehr ernst nehme und Bücher nicht ohne weiteres streiche, erklärte Hachette am Freitag.

Das Buch sollte im April unter dem Titel "Apropos of Nothing" (etwa: "Ganz nebenbei") herauskommen. Die Kritik daran entzündete sich an jahrzehntealten Vorwürfen, der heute 84-Jährige habe seine Adoptivtochter Dylan Farrow sexuell missbraucht. Mitarbeiter des Verlags hatten am Donnerstag aus Protest die Arbeit niedergelegt. Allen hat die Missbrauchsvorwürfe stets bestritten. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden 1993 eingestellt. Anklage wurde nicht erhoben.

Hachette hat auch ein Buch von Allens Sohn und scharfem Kritiker Ronan Farrow veröffentlicht - "Catch and Kill" befasst sich unter anderem mit dem Weinstein-Skandal. Ronan Farrow warf dem Verlag unprofessionelles Verhalten vor. Dylan Farrow sprach von Verrat.

RND/AP

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