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Nach #MeToo-Vorwürfen: Bühnenverein verabschiedet neuen Verhaltenskodex

Der Bühnenverein hat einen erweiterten Verhaltenskodex vorgestellt. (Symbolbild)

Hamburg.Der Deutsche Bühnenverein hat auf seiner Jahreshauptversammlung in Hamburg einen erweiterten Wertebasierten Verhaltenskodex verabschiedet. Standen in der 2018 entwickelten ersten Fassung sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch im Fokus, adressiert der neue Kodex nun weitere Dimensionen von Diskriminierung und nimmt Theaterleitungen und Rechtsträger stärker in die Pflicht. „Es geht darum, wie die ethische Vereinbarung jetzt auch betriebliche Wirklichkeit wird“, sagte Carsten Brosda (SPD), Präsident des Deutschen Bühnenvereins und Hamburger Kultursenator, am Freitag. Dazu gehörten Fragen wie: Nach welchen Kriterien wird das Führungspersonal ausgewählt? Welche Schulungsangebote gibt es?

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„2018 haben wir mit dem ersten Wertebasierten Verhaltenskodex, der Gründung der Vertrauensstelle Themis und dem Beschluss zu geschlechterparitätischer Gremienbesetzung einen Prozess der Veränderung im Bühnenverein und in den Häusern in Gang gesetzt“, sagte der Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Marc Grandmontagne. Dabei sei von Anfang an klar gewesen, dass echte Veränderungen nur gemeinsam mit den Trägern zu erreichen sind. „Mit den in Hamburg beschlossenen Vorhaben gehen wir diesen Weg konsequent weiter“, sagte Grandmontagne. Ebenfalls verabschiedet wurde eine neue Satzung für den Verband.

Einheitliche Corona-Maßnahmen gefordert

Mit Blick auf die Corona-Pandemie spricht sich der Bühnenverein für bundesweit einheitliche Maßgaben aus. Nach wie vor herrschten zwischen den einzelnen Bundesländern große Unterschiede bei der Umsetzung der Hygienemaßnahmen. „Es ist wichtig, dass die Theater, Orchester und Festivals sicher planen können und verlässliche Rahmenbedingungen haben – sowohl mit Blick auf die aktuelle Coronalage als auch für die Zeit danach“, sagte Brosda. Das gelte vor allem auch für den Umgang mit 2G- und 3G-Regeln und die sich daran knüpfenden Unterstützungsleistungen. Das vom Bund und dem Bühnenverein konzipierte Förderprogramm „Back to stage“ werde aller Voraussicht nach auch das Jahr 2022 umfassen.

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„Die Hauptfrage, vor der viele Häuser im Moment stehen, lautet: Wie gelingt es, das Publikum zurückzugewinnen, und unter welchen Bedingungen kommt es wieder?“, sagte Brosda. Da gebe es sehr unterschiedliche Erfahrungen in den Häusern. Eine große Hilfe sei in diesem Zusammenhang, dass Häuser, die zum Beispiel ihre Säle nur zu 80 Prozent auslasten möchten, auch weiterhin eine Unterstützung vom Bund erhalten. „Vor allem aber gilt weiter, dass der Kultur am meisten geholfen ist, wenn sich möglichst viele impfen lassen“, meinte Brosda.

RND/dpa

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