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„My Zoe“ – Julie Delpy versucht es mit Science-Fiction

  • Julie Delpys Kinobilanz ist reich an leichten Beziehungsplaudereien. Mit „My Zoe“ (Kinostart am 14. November) wechselt sie ins ungewohnte Terrain der Science-Fiction. Hier erzählt die Regisseurin von Liebe über den Tod hinaus – eine Mutter lässt ihr Kind klonen.
  • Mit „My Zoe“ wechselt sie – auch als Hauptdarstellerin – ins ungewohnte Terrain der Science-Fiction.
  • Hier erzählt die Regisseurin von Liebe über den Tod hinaus – eine Mutter lässt ihr Kind klonen.
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Sie ist bekannt für leichte Beziehungsplaudereien wie in „Zwei Tage in Paris“ oder „Zwei Tage in New York“ mit Woody-Allen-Anmutung. In ihrem siebten Langfilm als Regisseurin und Drehbuchautorin wechselt Julie Delpy das Genre, präsentiert einen dunklen Mix aus Drama und Science-Fiction.

Es beginnt mit Stress: Genetikerin Isabelle (Delpy) und ihr Ex-Mann (Richard Armitage) zoffen sich ständig, aber wachen mit Argusaugen über ihre gemeinsame Tochter Zoe. Als die plötzlich morgens nicht wach wird und nach einer Notoperation ins Koma fällt, besteht keine Hoffnung mehr. Doch bevor die Mutter Zoe vor dem Tod zärtlich küsst, nimmt sie eine Gewebeprobe des Kindes. Im fernen Moskau gibt es einen deutschen Arzt (Daniel Brühl als eine Art moderner Frankenstein), der sich zu einem Experiment bereit erklärt.

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Beunruhigender Blick in eine nahe Zukunft

Hier steht übersteigerte Mutterliebe auf dem Prüfstand, das Austesten von ethischen Grenzen der Wissenschaft, die längst nicht mehr nur Schafe klonen kann. Doch wie weit darf sie gehen? Manchmal tritt die in drei Akten konzipierte Geschichte auf der Stelle, der rigorose Blick in eine nahe Zukunft beunruhigt. Wie sich am Ende die Katastrophe in Wohlgefallen und eine neue Familienkonstellation auflöst, das ist ziemlich makaber, aber diskussionswürdig.

„My Zoe“, Regie: Julie Delpy, mit Julie Delpy, Daniel Brühl und Richard Armitage, Länge 102 Minuten, FSK 12.

Von Margret Köhler/RND

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