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Musikfestivals fordern Gleichbehandlung mit Sport und Kirchen in der Corona-Krise

  • Deutsche Musikfestival wollen während der Corona-Pandemie genauso behandelt werden wie Sport, Kirchen und Wirtschaft.
  • Sie weisen darauf hin, dass auch bei Kulturveranstaltungen Hygiene- und Abstandsregeln möglich sind.
  • Kultur bestehe nicht nur aus Großveranstaltungen.
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Berlin. Musikfestivals aus ganz Deutschland haben während der Corona-Pandemie eine Gleichbehandlung mit Sport, Kirchen und Wirtschaft gefordert. Auch bei Kulturveranstaltungen könnten wie in anderen Bereichen strenge Hygiene- und Abstandsregeln umgesetzt werden, erklärten am Mittwoch die Verantwortlichen von 40 Klassik-Festivals - vom Schleswig-Holstein Musik Festival bis zum Kissinger Sommer - in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (beide CDU).

Kultur bestehe nicht nur aus Großveranstaltungen. Es gebe ausreichend Repertoire für variable Besetzungen und viel Kreativität für alternative Formate. Damit könnten die Verluste der Kulturinstitutionen und der Künstler gemindert werden, hieß es in der Erklärung. Rund 600 Musikfestivals in ganz Deutschland seien ein Wirtschaftsfaktor mit insgesamt 400 Millionen Euro Umsatz.

Festivals fordern einfachere Finanzhilfen für die Veranstalter

Die Festivals fordern klare Regeln für die Einschränkungen und einfachere Finanzhilfen für die Veranstalter. Nur mit frühzeitigen Verfügungen und einer deutlichen Sprache könnten sie langfristig Haftungsrisiken einschätzen und beziffern. "Was ist "Höhere Gewalt"? Was ist eine "Großveranstaltung"?" fragten sie. Mit solchen "nebulösen Allgemeinplätzen" werde die Unsicherheit verschärft. Die Festivalmacher forderten eine europaweite Regelung für die Auszahlung von Ausfallhonoraren.

Unterzeichnet ist die Erklärung unter anderem auch vom Bachfest Leipzig, den Händel-Festspielen Halle (Saale), dem Mozartfest Würzburg und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

RND/dpa

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