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Neue Alben von Selig, Peter Licht, Ryan Adams und Sven Regeners Jazztrio

  • Selig, Peter Licht, Ryan Adams und Sven Regeners Jazztrio haben neue Alben gemacht.
  • Viele Musiker versuchen es statt mit Synthesizern mit Streichern, Piano und Akustikgitarren.
  • Hier eine Vorstellung der neuen Musik.
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In Corona-Zeiten, in denen die Bühnen weiterhin leer bleiben und mancher Brancheninterne davon spricht, dass möglicherweise noch das ganze Jahr ohne „live“ bleiben muss, versuchen sich viele Bands und Künstler an Musiken, die sie sonst wohl ungespielt ließen. Sven Regener, Richard Pappik und Ekki Busch machen in Jazz statt in Element of Crime, und die Progrocker von Saga versuchen es mit Streichern, Piano und Akustikgitarren statt mit Synthesizern. Ihre und andere neue Alben finden Sie hier besprochen.

Peter Licht glaubt an die Rettung durch Technik

Wenn es schlimm kommt und alles dunkel um dich ist, nimm Peter Licht. Dessen neues Album mit dem neugierig machenden Namen „Beton und Ibuprofen“ sticht dieser Tage durch den allgemeinen Deutsch-Testosterap und das Befindlichkeitspopwabern wie die orangene Mandarinensonne durch den Morgennebel. „Du weißt, die Technik wird uns retten“, singt Licht die Losung der Stunde in einem seiner hier versammelten cleveren Indiepopstücke, („und die Liebe auch“). In einem führerlosen, fehlerfrei fahrenden Fahrzeug ist der Sänger unterwegs, in dem alles perfekt ist. „Selbst die toten Winkel waren wach“, singt Licht mit dringlicher Stimme. Schade nur, dass die Technik, die uns ja gerade prinzipiell schon gerettet hat mit ihren Vakzinen, von einer müden Logistik neutralisiert wird. Ibuprofen gibt’s, Impfung nicht (und schon gar nicht am Sonntag!). Wo kämen wir hin!

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Wenn Licht die Hörer erleuchtet, wenn er wiederholt „Freunde kommt alle!“ ruft, ist die Botschaft in der endlosen Pandemie nicht zwangsläufig eine des Jubels. Eine psychedelische Ballade namens „Dämonen“ tröpfelt unheimliche Bilder über uns samt der Horrorfilm-Weisheit „Wenn die Dämonen kommen, ist jeder, der ein Mensch ist, dein Freund“. Und im beatlesken „Freunde“ erneuert Licht die Parole der Doors aus deren Song „Five to One“: „Keiner kommt auf die Dauer hier wieder lebend raus“. Bildreich geht es hier zu, surreal, absurd, man kann tanzen, aber auch denken oder beides zugleich. „Wenn du was hast, dann musst du was neh’m“, kommt’s gebetsmühlenartig durch den Halbtitelsong „Ibuprofen“. Eben. Haste ein bisschen Geld, nimm diese Platte, dann bekommst du die Botschaft der Sonne im sonnigen „E-Scooter deine Liebe“: " Sei immer einen Schritt schneller als die Depression.“ Bleibt nur zu sagen, was schon Goethe (der mit „Fack ju“), sagte: „Mehr Licht!“

Peter Licht – „Beton und Ibuprofen“ (Tapete)

Selig entdecken die Schönheit der Langsamkeit

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Selig wieder – und richtig tolle Songs! Jan Plewka und seine Mitmusiker bewiesen ab 1994 mit ihrem Debütalbum, dass grungeartige Musik auch deutscher Zunge möglich war. Sie brachten groovende Alternative-Klänge mit einem Schuss Melancholie in die deutschsprachige Popmusik, Musik, die sie selbst Hippie-Metal nannten. Und Plewka war obendrein ein Charismatiker „on stage“ – man fühlte sich zuweilen an Jim Morrison erinnert. Auf einen Split folgte zehn Jahre später die Wiedervereinigung, seit 2008 kommen alle paar Jahre Platten, die nur noch peripher grungen, was in Ordnung geht. US-Originale wie Pearl Jam sind auch nicht stehen geblieben.

So ist der streicherverursachte Bombast der Monsterballade „So lang gewartet“ nie kitschig. So hat „Süßer Vogel“ etwas von Motown und locker wogendem Chanson, wenn Plewka mit hauchartiger Stimme vom „Himmel voll verstimmter Gitarren“ singt und (wie früher schon Rosenstolz) mit Tennessee Williams dem „süßen Vogel Jugend“ hinterhertrauert. „Sei ab jetzt mein hellster Schein / jetzt, wo die Gegend hässlich wird“, fordert er vergeblich die Rückkehr des gefiederten Freunds. Auch in der Akustikgitarren-Celloballade „Postkarte“ geht es um Unwiederbringliches. Plewka wendet sich an seinen toten Vater, „als wärst du noch hier“. Die schwere alte Geschichte vom Versäumten – Kloß im Hals. Und der schwarze Vogel der Trauer fliegt auch auf Seligs achtem, rundum gelungenen Album „Myriaden“, das Klimawandel und braunen Morgendämmer thematisiert und auch rockt und funky ist. Etwa wenn sie sich in einem schlicht nach der Band benannten rolling-stonesk-psychedelischen Rocker perfekt im Hier und Jetzt verorten: „Selig sei der Augenblick“.

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Selig – „Myriaden“ (Vertigo)

Als Neil Young wieder zu Kräften kam

Für Neil Young war 1990 (eigentlich schon 1989) ein Wendepunkt. Die Achtzigerjahre waren eine mediokre Zeit für den Kanadier gewesen, einzig am Ende der Dekade lieferte er mit „Rockin‘ in the Free World“ seine viel gecoverte Comebackhymne. Und fortan klang Young wieder jünger, inspirierter, wurde er der Grunge-Guru, waren seine Konzerte wieder Ereignisse, auf die man sich Monate vorher freute.

Davon kündet „Way Down in The Rust Bucket“, eine nicht zwingend notwendige, aber dennoch kraftvolle Liveperformance Youngs mit seiner Band Crazy Horse im Catalyst Club von San Diego, Aufwärmkonzerte für die 1991er Tour (die wurde dokumentiert auf den Alben „Weld“ und „Arc“). Schon der erste Song der zwei CDs, das fast zehnminütige „Country Home“ untermauert das Statement des Barden mit der hohen Tränenstimme, dass alle Songs einer seien – es klingt über weite Strecken wie eine zurückgelehnt slidende Version von Chuck Berrys „Promised Land“. Die Band rockt und rollt sich wieder zusammen, liefert einen engagierten Set, der trotz Einbeziehen manchen Füllers eben auch Thriller wie „Cortez The Killer“ enthält „Fuckin‘ Up“, „Mansion on The Hill“. Und für die Hardcore-Fans, die Spezialitäten erwarten statt Hits, packen sie Raritäten wie „Surfer Joe and Moe The Sleaze“, „Bite The Bullet“ und – damals zum allerersten Mal live – „Danger Bird“ in den Gitarrenmahlstrom.

Neil Young & Crazy Horse – „Way Down in The Rust Bucket“ (Reprise Records)

Die Kings of Leon erscheinen ratlos

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„When You See Yourself“ heißt das neue Album der Kings of Leon. Die Band aus Tennessee scheint indes länger schon an keinem Spiegel mehr vorbeigekommen zu sein. Sie hätten darin eine Band erkannt, die ein wenig vom Weg abgekommen ist. Das Familienunternehmen der Followills ist seit dem – zugegeben mitreißenden - Hit „Sex of Fire“ (auch schon wieder 14 Jahre her) auf der goldenen Ziegelsteinstraße des Kommerzes gereist und hat sich selbst aus den Augen verloren. Die coole New-Southern-Rock-Truppe der frühen Alben „Youth & Young Manhood“ oder „Aha Shake Heartbreak“ aus der ersten Hälfte der Nullerjahre gibt es nicht mehr.

Und die aus ihr entstandene Stadiontruppe scheint derzeit völlig ratlos zu sein, welcher Weg nun einzuschlagen sei. Will man das nächste U2-Ding werden wie einst Coldplay? Will man mehr Richtung Elektro gehen, wie das der Synthesizer in „100.000 People“ andeutet, einem Lob der Liebe in extrem unsteten Zeiten? Die Songs hier – „Supermarket“, „Golden Restless Age“ oder „The Bandit“, (der von hoffnungslosen Zeiten erzählt, „when the hopes they all turn to fears“ und dabei wie ein Echo von „Sex of Fire“ klingt) –, sind alle für große Hallen geeignet. Dort dann aber eher als Füller denn als Killer. Spiegel suchen! Ganz nah ran!

Kings of Leon – „When You See Yourself“ (RCA/Sony) – erscheint am 5. März

Bei „Nature Boy“ wünscht man sich Sven Regeners Stimme

Der Jazz und Element of Crime? Das hatte man jetzt nicht vermutet. Passt aber. Ist die Trompete doch eines der großen Jazzinstrumente und wird es einem bei EoC-Konzerten doch immer ganz besonders muckelig, wenn Sven Regener seine outlawcoole Stimme unterbricht, um seine Trompete anzusetzen. Dann steigt Mariachiwehmut auf und man braucht dringend noch ein Bier. Derzeit ist das live leider nicht zu haben. Um die Auszeit zu nutzen, in die ein mikroskopisch kleines Weltanhaltebiest die Livemusik gerade gezwungen hat, nahm Regener mit EoC-Schlagzeuger Richard Pappik und dem Konzertpianisten der Band, Ekki Busch, eine Platte mit Jazzstandards auf. Nicht die, die jeder aufnehmen würde. Andere.

Nat King Coles „Nature Boy“ etwa – eine Nummer eins von 1948, wunderschöne Leitmelodie von Baz Luhrmanns Filmmusicals „Moulin Rouge“ von 2001 und eine der traurigsten Balladen des Jazz(-Pop). Oder Thelonious Monks „Ask Me Now“, das Titellied der Sammlung. Oder John Coltranes „Theme for Ernie“. Das ganze swingt, wie Jazz bei EoC swingt, man kommt auch als EoC-Fan gut rein, weil Regener, Pappik und Busch einfach loslegen und auf ihr Gefühl vertrauen, statt alles piekfein machen zu wollen. Womit sie viel mehr Jazz sind als gedacht. Ab und an Regeners Stimme knarren zu hören, wäre freilich freilich famos: „There was a boy, a very strange enchanted boy …“

Regener, Pappik & Busch – „Ask Me Now“ (Universal)

Ryan Adams und ein Album voller Sorrys

Ja, Ryan Adams klingt sehr weinerlich auf diesem Album. Der Mann aus North Carolina scheint ganz und gar untröstlich, die Stimme ist gebrochen. Und fast möchte man meinen, dass die Stimmung hier irgendwie mit dem Artikel zusammenhängt, der im Februar 2019 in der „New York Times“ erschienen war – wonach Adams Frauen emotional missbraucht, kontrolliert und terrorisiert haben soll – auch seine frühere Ehefrau Mandy Moore. Der Indiemusiker habe seine Berühmtheit für Gefälligkeiten ausgenutzt. Und weil er auch mit einem Minderjährigen Gespräche „eindeutig sexuellen Inhalts“ geführt habe, leitete das FBI Untersuchungen ein. Daraufhin wurden drei geplante Veröffentlichungen erst mal aufgeschoben, Adams verschwand in den #MeToo-Nebeln. Jetzt ist er wieder da. „Wednesdays“ heißt sein Neuversuch.

Adams bittet um Entschuldigung – schon im ersten Song, der „I’m Sorry And I Love You“ heißt. Und dieses neil-young-hohe Singen zu melancholischem Pianogründeln ist ungemein berührend. Es geht überhaupt viel um Bedauern, das impressionistische Covermotiv mit den Zügen steht für Trennung, Aufbruch und die Macht der Erinnerung. Nicht einmal der große Verlassenheitskönig Roy Orbison klang je so verletzlich und aufgegeben wie Adams in „Who Is Going to Love Me Now, If Not You“. „Poison & Pearl“ klingt wie ein Juwel, das aus Simon & Garfunkels „Bookends“-Album gefallen ist. Und selbst wenn mal eine Orgel schubbert wie im Band-Song „Birmingham“ oder eine E-Gitarre das Piano in „Dreaming You Backwards“ begleitet, ist dies ein stilles Schmerzensalbum.

Diese persönlichen Lieder sind freilich vor dem „NYT“-Text entstanden, wurden wahrscheinlich aus verschiedenen Albumprojekten zusammengestellt, was natürlich ebenfalls ein ernst gemeintes Sorry bedeuten kann. Weil wir in einer Zeit des Stäbebrechens leben, werden viele Adams einen Heuchler nennen, den Künstler und sein Werk nicht trennen wollen und in – berechtigtem – Unmut auf dieses Album verzichten. Damit versäumen sie allerdings unglücklicherweise die schönste Platte, die der 46-Jährige je aufgenommen hat.

Ryan Adams – „Wednesdays“ (Pax Americana/Rough Trade)

„Schweigen und rocken“ – das fordert Alice Cooper

Wenn man Tür an Tür mit diesem Alice lebt, wird’s womöglich immer noch laut. Mit „Detroit Stories“, seiner Hommage an die Heimatstadt Detroit (die New Yorker Kiss nannten sie einst „Rock City“) jedenfalls erweist sich der 73-jährige Alice Cooper immer noch als dem schönen, kathartischen Lärmen verpflichteter Rocker erster Güte. Die Sache mit der Heimat nimmt er ernst und mit einem Augenzwinkern zugleich. So macht er aus Velvet Undergrounds New-York-Song „Rock ’n‘ Roll“ eine kraftvolle Detroit-Nummer – einfach durch Einwechslung eines Detroiter Radiosenders. Von den MC5 covert er „Sister Anne“ mit flammender Mundharmonika, von Bob Seger die gute alte „East Side Story“. Und im gitarrensologeschmückten Stomper „Detroit City 2021“ – „Motown, my town!“ – listet er die Helden der Stadt auf: neben Seger und den MC5 auch Eminem, Suzi Quatro (endlich mal Ehre, wem Ehre gebührt). Er gemeindet zudem Iggy Pop aus dem 319 Kilometer entfernten Muskegon ein und – naja der Vollständigkeit halber nennt er auch den alten Waffensepp Ted Nugent.

Zu Alice‘ Botschaft in „Shut up and Rock“ kann man stehen, wie man will. In diesem rasanten Rock-’n‘-Roll-Track stellt er sich gegen alle Musikerkollegen, die ihr Publikum seiner Meinung nach von der Bühne herab mit zu viel Botschaft fluten. Witzig, dass gerade hier noch mal Botschaftsweltmeister U2′s Larry Mullen an den Trommeln sitzt. Messages hat Alice aber auch. Dass das Leben weitergeht in der Ballade „Hanging on by a Thread“ und im bluesigen „Wonderful World“, dass die Welt eine bessere wäre, wäre nur jeder wie Alice. Der Titel von „Our Love Will Change the World“ – eine Übernahme von der hierzulande unbekannten Band Outrageous Cherry – spricht für sich und tunkt Alice halstief in Pop. Verdiente erste Nummer eins in Deutschland – 52 Jahre nach dem Debüt!

Alice Cooper – „Detroit Stories“ (earMusic/Edel)

Blackmore‘s Night auf Kurztrip zu Deep Purple

Die Fans von Ritchie Blackmore distanzierten sich lang und breit vom Beziehungsprojekt Blackmore’s Night, bei dem der ehemalige Deep-Purple- und Rainbow-Gitarrist und die US-Sängerin (und spätere Ehefrau) Candice Night Folkrock mit Renaissanceelementen frönten. Schalmeienpop und Lautenmuzak waren zu leise und zart für die Heavy-Gemeinde. Man verstand nicht den ernst gemeinten Versuch der Emanzipation vom Immergleichen, sondern vermutete eine Manipulation des Hardrockers von Yoko-John-Kaliber. Dabei gab es im Leben des rebellischen Blackmore vielleicht keinen rebellischeren Akt, als „Wish You Were Here“ aufzunehmen, die Ballade des schwedischen Eurodance-Dings Rednex. Auf „Nature’s Light“, dem ersten Studioalbum seit sechs Jahren, gibt es eine neue Version davon – mit einem wahrhaft schönen E-Gitarrensolo.

Der Titelsong klingt wie ein Krönungsmarsch – etwas zu pompös. Mit Stücken wie „Once upon December“ oder „Four Winds“ erfreut die Band dann wie gewohnt die Liebhaber von Minstrelklängen zu wehmütigen und magischen Geschichten, in denen Night mit lieblicher Stimme Jahresläufte mit Naturkräften verwebt, in denen der Liebe gefrönt wird, während der Sturm ums Haus heult wie ein Geist. Im vermeintlichen Märcheneskapismus liegt aber auch die Forderung des Bewahrens. Apropos: Bewahrt wird hier auch einiges an Musik – so finden sich in der keltischen Folkballade „The Twisted Oak“ Spuren von Abba’s „Chiquitita“. Und das Instrumental „Darker Shade of Black“ ist eine ironische Verbeugung vor Procol Harums „A Whiter Shade of Pale“ (und damit Johann Sebastian Bach’s „Air“), in das Frauengesänge à la „Spiel mir das Lied vom Tod“ gebettet werden. Dann gibt es noch eine Portion Blues, Blackmore lässt seiner E-Gitarre freien Lauf und es wird gedeeppurplet. „Der letzte Musketier“ heißt das Stück und vielleicht ist er das ja auch mit seinem D‘Artagnan-Bärtchen.

Blackmore’s Night – „Nature’s Light“ (earMusic/Edel)

Unplugged - Saga mal ohne Synthesizer

Das Schloss aus dem „Nature’s Light“-Video von Blackmore’s Night ist im Clip zu Sagas neuer Version ihres Überhits „Wind Him Up“ zerfallen. Auch die Band um Hauptsänger Michael Sadler versuchen sich in diesem Jahr der ungewöhnlichen Alben an akustischen Versionen ihres Liedguts. „Symmetry“ heißt das Album der Kanadier aus Oakville/Ontario, die in den späten Siebzigerjahren auf den Plan traten, als die erste Punkwelle vorbei war, New Wave regierte und der elektronische Pop auf dem Vormarsch war. Saga gehörten damals zu einer knackigeren neuen Welle des Progrock. Kürzere Stücke, viel Synthesizer, Hits wie „Humble Stance“.

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Und jetzt also schnappen sie sich Klampfen und Piano, laden sich Cello und Fiedel ein und gehen auch nicht etwa den leichten Weg, einfach mal zur Corona-Überbrückung schnell die bekanntesten Stücke ein bisschen folkig zu dämpfen. Sie erfinden Songs wie „Pitchman“ quasi neu, indem sie ein bluegrassartiges Solo einflechten, sie verschmelzen mehrere Songs – „Time to Go“, „The Perfectionist“ und „We Hope You’re Feeling Better“ - zu einem neuen Ganzen namens „The Perfect Time to Feel Better“ und das Ergebnis ist nicht etwa ein fades Medley, sondern eine spannende Suite. Was an Rockkraft fehlt, wird durch Leichtigkeit wettgemacht. „Tired World – Chapter 6“ ist mit seinen Bildern einer leeren Welt dann zum Schluss ein Statement für unsere Zeit und zugleich ein Rücksturz ins Jahr 1978. Jazziges Flair – Gitarrist Ian Crichton leistet Sagenhaftes.

Saga – „Symmetry“ (earMusic)

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