„Moxie“: Endlich ein Me-Too-Film für Teenager

  • „Moxie“ ist der längst überfällige Me-Too-Film für Teenager.
  • Lässig kapert Regisseurin Amy Poehler das Highschoolgenre.
  • Der Film erzählt von Girlpower der besten Art.
Martin Schwickert
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„Belästigen“ – dieses Wort hört die Schuldirektorin nicht gern. Denn das bedeutet, dass sie „ganz viele Sachen“ machen muss. Und so spielt sie die Angelegenheit herunter. Lucy (Alycia Pascual-Peña), die sich über die Aufdringlichkeit des Kapitäns der Footballmannschaft, Mitchell (Patrick Schwarzenegger), beschwert, sei ja neu an der Schule, und Mädchen ihres Alters neigten zu Überreaktionen.

Tatsächlich tyrannisiert Mitchell seine Mitschülerin und veröffentlicht eine Rankingliste, in der die Mitschülerinnen von „Unberührt“ über „Bester Hintern“ bis hin zu „Fickwürdig“ eingeordnet werden – der ganz normale, sexistische Alltag an der Highschool. Auch Freundin Vivian (Hadley Robinson) merkt, dass etwas passieren muss. Sie gestaltet als anonyme Autorin das „Moxie“-Magazin, in dem sie die sexistischen Strukturen im Schulalltag anklagt – und löst eine Revolte aus.

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„Moxie“ – übersetzt etwa: Tat­kraft – ist der längst überfällige Me-Too-Film für Teenager. Lässig kapert Regisseurin Amy Poehler das Highschoolgenre und schießt es mit einem feministischen Kick in eine neue Umlaufbahn. Normalerweise sind Mädchen für Herzschmerz zuständig, und ein wildes Auf und Ab der Gefühle gibt es auch in „Moxie“: Doch geht es für Vivian und Co. um mehr als amouröse Glücksversprechungen. Sie wollen ihre Spielräume nicht länger durch männliches Dominanzgehabe einengen lassen. Kurz: „Moxie“ ist ein lebensnaher Girlpower-Film der besten Art.

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„Moxie. Zeit, zurückzuschlagen“, Bei Netflix, Regie: Amy Poehler mit Hadley Robinson, Alycia Pascual-Peña, 111 Minuten

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