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Mit Orchester: Neil Diamond bringt Popklassiker in neuem Sound

  • Sechs Jahre nach seinem letzten Album „Melody Road“ bringt Songwriter Neil Diamond ein Album mit Orchester heraus.
  • Auf „Classic Diamonds“ (VÖ am 20. November) hat der gebürtige New Yorker 14 seiner Welthits mit dem London Symphony Orchester eingespielt.
  • Bis heute zählt der 79-Jährige zu den bedeutendsten Songwritern der Popgeschichte.
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Neil Diamond gefällt allen, sogar bösen Menschen. Das durfte man jüngst wieder in der Auftaktfolge der amerikanischen Action-Krimireihe „Stumptown“ erleben. Da fummelten in Portland, Oregon, zwei Galgenvögel am Kassettenrekorder des von ihnen gestohlenen Ford Mustang, und plötzlich war da Neil Diamond zu hören, der sein sonores Frauenlob „Sweet Caroline“ sang. Mit dem Ergebnis, dass die beiden Schurken nacheinander inbrünstig als Chorknaben einstiegen, nicht bemerkend, dass sich die im Kofferraum gefangene Heldin und Fahrzeugeignerin Dex Parios (Cobie Smulders) mit dem Feuerlöscher durch die Rückbank des Wagens arbeitete. Neil Diamond als buchstäblicher Lebensretter im Jahr 2020 – mit einem Oldie von 1969.

„Classic Diamonds“ wurde in den Beatles-Studios eingespielt

Ein guter Grund für ein neues Neil-Diamond-Album des 79-Jährigen. „Classic Diamonds“ enthält die größten Hits seiner Karriere – mit Orchesterbegleitung. Die Platte mit dem London Symphony Orchestra erscheint am 20. November 2020 bei Capitol Records als Deluxe-CD, CD, LP und in digitalen Formaten. Die Deluxe-CD unterscheidet sich von der Standard-CD durch die Verpackung im Digipack mit Silberpartikeldesign, die wie Diamanten aussehen. Zusätzliche Bonustitel enthält das Glitzerding allerdings nicht.

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Aufgenommen in den legendären Londoner Abbey Road Studios (die Beatles-Studios) sowie in seinem eigenem Studio in Los Angeles, vereint „Classic Diamonds“ 14 Klassiker aus Diamonds knapp sechs Jahrzehnte umspannenden Karriere. Die Songs wurden von dem gebürtigen New Yorker neu eingesungen und vom Orchester neu interpretiert. Produzent war der Grammy-Gewinner Walter Afanasieff. Die neuen Arrangements von Neil Diamonds Welthits stammen dabei von Afanasieff und dem Co-Arrangeur William Ross.

Während die Neuaufnahme von „Heartlight“ erster Vorbote des Albums ist, zählen auch Klassiker wie „I Am… I Said“, „Song Sung Blue“, „America“, „You Don’t Bring Me Flowers“ oder das eingangs erwähnte „Sweet Caroline“ zu den vielen Höhepunkten des neuen Albums. „Sweet Caroline“ wurde erst 2019 in das National Recording Registry der USA, das Verzeichnis besonders erhaltenswerter amerikanischer Tondokumente, aufgenommen. Nicht, weil mit ihm Dex Parios gerettet wurde.

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Neil Diamond schrieb schon in den frühen Sechzigerjahren zeitlose Songs. Weltweit schwanken die Zahlen seiner verkauften Alben zwischen 125 und 130 Millionen Alben. 56 seiner Songs landeten in den Billboard Hot 100, 37 Titel in den Top 40, zwölf davon erreichten die Top Ten der Charts, während 16 seiner Longplayer in die Top Ten der Alben-Charts einstiegen (bezogen auf die USA).

Der Grammy-Gewinner ist Mitglied sowohl in der Rock & Roll Hall of Fame als auch in der Songwriters Hall of Fame. Im Jahr 2011 wurde er vom renommierten Kennedy Center für sein Lebenswerk und seinen besonderen Beitrag zur US-amerikanischen Kultur geehrt. Zuletzt hatte Neil Diamond im Jahr 2014 das Album „Melody Road“ veröffentlicht, sein Debüt für Capitol Records, das in den USA direkt Platz drei erreichte – und auch in Deutschland und Österreich in die Charts kam.

RND/ag/big

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