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Michael Caine will keine Filme mehr drehen: „Ich denke, ich habe genug getan“

  • Sir Michael Caine kann auf eine lange, erfolgreiche Karriere zurückblicken.
  • Bislang war das jedoch kein Anlass für den 88-Jährigen, in Rente zu gehen.
  • Nun jedoch will sich der Schauspieler aus dem Filmgeschäft zurückziehen.
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Der geadelte zweifache Oscarpreisträger Sir Michael Caine hätte sich eigentlich schon längst entspannt zurücklehnen und auf ein über 60-jähriges, mit Preisen überhäuftes Lebenswerk zurückblicken können. Doch auch mit 88 kannte der Schauspieler bislang kaum (Dreh-)Pausen: Im Kino war er zuletzt in Christopher Nolans „Tenet“ (2020) zu sehen, im Film „Twist“ (2021) spielte er ebenfalls eine Hauptrolle. Nach der neuen Tragikomödie „Best Sellers“ soll nun jedoch tatsächlich Schluss sein. Wie Caine in einem Interview mit dem „Guardian“ erklärte, wird er voraussichtlich keine neuen Rollen mehr übernehmen: „Ich habe 150 Filme gemacht. Ich denke, ich habe genug getan.“

Der mehrfache Golden-Globe-Preisträger, der im Jahr 2000 zum „Knight Bachelor“ ernannt wurde, berichtete in dem Gespräch auch von seinem gesundheitlichen Zustand. Grundsätzlich gehe es ihm gut, so Caine. „Aber ich kann nicht mehr gehen und nicht mehr lange stehen, und ich weiß nicht, ob mein verdammtes Gedächtnis noch funktioniert.“

„Ich weiß nicht, ob mein verdammtes Gedächtnis noch funktioniert“

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Der Engländer, der bis heute zu den renommiertesten Charakterdarstellern weltweit zählt, erlebte seinen internationalen Durchbruch in den Sechzigerjahren, als er für Filme wie das Kriegsdrama „Zulu“ (1964) und den Mysterythriller „Ipcress – streng geheim“ (1965) vor der Kamera stand.

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Auch über seine politischen Ansichten sprach Caine, der in der Vergangenheit seine Zuneigung für Margaret Thatcher ausdrückte und 2016 als einer der prominenten Befürworter des Brexit galt. Letzteren halte er nach wie vor für die richtige Entscheidung, wie er im Interview mit dem „Guardian“ verriet – und das trotz zahlreicher Probleme wie der derzeitigen Benzinkrise. Diese seien „nur Kinderkrankheiten“, so Caine. „Es wird natürlich nicht sofort gut gehen.“ Von Premierminister Boris Johnson hingegen sei er „enttäuscht“. Dass Johnson trotz Versorgungsengpässen in seinem Land nach Spanien in den Urlaub gereist sei, halte Caine für einen Fehler: „Mal sehen, ob er nach seiner Rückkehr alles wieder in Ordnung bringen kann. "

RND/Teleschau

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