Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Ein Himmelskörper hat Heimweh: der bezaubernde Kinderfilm „Lauras Stern“

Sternenreiterin: Emilia Kowalski als Laura in einer Szene des Films „Lauras Stern“.

Sternenreiterin: Emilia Kowalski als Laura in einer Szene des Films „Lauras Stern“.

Ob Horror-, Science-Fiction- oder Liebesfilm, ob Historiendrama, Actionthriller, Fantasyepos oder Krimi: Das Kino hält für jeden ein passendes Genre parat. Doch Filme, die sich dezidiert an Kinder im frühen Kita-Alter richten und sich dazu noch mit ihnen auf Augenhöhe begeben, finden den Weg eher selten auf die Leinwand. Das herzige Animationswerk „Lauras Stern“ von 2004, das auf einem 1996 erschienen Bilderbuch des Autors und Designers Klaus Baumgart basiert, war eines jener seltenen Exemplare. Dazu eines, dessen Realisierung sich auch finanziell gelohnt hat. Davon zeugen mehr als 1,3 Millionen verkaufte Tickets. Zwei weitere „Laura“-Leinwandabenteuer folgten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Nun hat das Studio Warner das getan, was bei Disney zuletzt an der Tagesordnung war – einen Animationsklassiker aus dem eigenen Hause als Realfilm neu belebt. Wobei man von „real“ nur eingeschränkt sprechen kann. Schließlich hat Kollege Computer bei der Verwirklichung des Projekts tatkräftig mitgeholfen. Mit Kinderaugen betrachtet, dürfte das kaum auffallen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die zeitlose Geschichte beginnt für Laura mit einer Erfahrung, die womöglich auch der eine oder die andere aus dem Zielpublikum schon gemacht hat: Weil ihre Familie umzieht, wird die Titelheldin aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen und fühlt sich in der neuen Stadt erst einmal ziemlich einsam. Da helfen ihr jüngerer Bruder Tommy sowie ihr Plüschbär und ihr Minihase nur bedingt.

Eines Nachts wird das Mädchen Zeugin eines wundersamen Ereignisses. Ein Stern fällt vom Himmel und verliert dabei einen seiner fünf Zacken. Laura klebt dem havarierten Himmelskörper das abgebrochene Glied mit einem Pflaster wieder an. Fortan erleben sie gemeinsam kleine zauberhafte Abenteuer – bis der Stern Heimweh bekommt.

Die Story hält sich eng an die Version von 2004. Sie ist jederzeit nachvollziehbar, und ihre zentrale Botschaft wird hübsch märchenhaft vermittelt: Sich auf etwas Neues einzulassen ist ebenso wichtig wie etwas loslassen zu können. Dazu gibt‘s eine Fülle von wahrhaft magisch erscheinenden Bildern. Der Stern bringt viel Zauber in Lauras Alltag. Mal erwachen die Stofftiere zum Leben, mal treten Planeten aus einem Plakat und umtanzen ihren Kollegen aus dem All, mal fliegt Laura mit ihrem leuchtenden Freund über das nächtliche Hamburg.

Bemerkenswert aber auch die Leistung der jungen Hauptdarstellerin. Emilia Kowalski ist eine echte Entdeckung. Ihr Zusammenspiel mit dem computergenerierten Himmelskörper wirkt ebenso natürlich wie das mit ihrem Filmbruder Michel Koch und ihren Filmeltern Luise Heyer und Ludwig Trepte.

Die einfühlsame Regie von Joya Thome, Tochter des Filmemachers Rudolf Thome, half gewiss auch. Somit stehen die Chancen gut dafür, dass „Lauras Stern“ auch in seiner neuen Version Kindergesichter zum Strahlen bringt. Weihnachten kann kommen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Lauras Stern“, Regie: Joya Thome, mit Emilia Kowalski, Luise Heyer, Ludwig Trepte, 79 Minuten, FSK 0

Mehr aus Kultur

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken