ZERO-Künstler Heinz Mack für Museen-Öffnung: „Kunst auch ein Lebensmittel“

  • Heinz Mack von der Künstlergruppe ZERO richtet einen eindringlichen Appell an die Politik.
  • Wie bei anderen Bereichen soll es nach seinem Wunsch auch bei den Öffnungen von Museen bald Lockerungen geben.
  • Er fordert außerdem den Staat auf, „an die Ärmsten unter den Künstlern denken“.
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Düsseldorf. Der ZERO-Künstler Heinz Mack hat eine baldige Wiedereröffnung der seit Monaten im Corona-Lockdown geschlossenen Museen gefordert. „Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man weiterhin die Museen ausklammert, während man zur gleichen Zeit andere Bereiche öffnet“, sagte Mack der Deutschen Presse-Agentur. „Genau wie die Lebensmittel ist doch auch die Kunst ein Lebensmittel. Ohne das geht es nicht.“ Das gelte auch für die Filmkunst, das Schauspiel und die Musik.

Der 1931 geborene Heinz Mack wird am 8. März 90 Jahre alt. Er war Ende der 1950er Jahre in Düsseldorf Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO, zu der auch Otto Piene und Günther Uecker gehörten.

„Sehr ernste Situation für Kultur“

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Für Künstler forderte Mack in der andauernden Corona-Krise mehr Unterstützung durch den Staat. „Kulturstaatsministerin Grütters sollte an die Ärmsten unter den Künstlern denken“, sagte er. „Wer nachweislich von seiner Arbeit als Künstler bislang gelebt hat und jetzt kein Geld mehr hat, dem muss man doch helfen.“

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Mack sagte, es hätten schon mehrere junge Künstler bei ihm nachgefragt, ob sie für ihn arbeiten könnten. „Das ist eine sehr ernste Situation für die Kultur.“

RND/dpa

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