Konzertveranstalter: Hohe Kosten für Bands wegen Brexit

  • Konzertveranstalter befürchten durch den Brexit deutlich höhere Kosten.
  • Grund sei der bürokratische Aufwand.
  • Der Auftritt einer Band würde beispielsweise vierstellige Visagebühren kosten.
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London. Wegen des Brexit-Deals fürchten britische Konzertveranstalter deutlich höhere Kosten und bürokratischen Aufwand. Das Handelsabkommen, das Großbritannien mit der EU vereinbart hat, erlaubt EU-Bürgern zwar einen visumsfreien Arbeitsaufenthalt von bis zu sechs Monaten im Vereinigten Königreich. Sie dürfen allerdings nicht als Selbstständige arbeiten, auch nicht kostenlos, und keine Dinge verkaufen wie etwa Merchandise.

Hohe Visagebühren

„Es würde 1800 Pfund (2000 Euro) Visagebühren kosten, um eine sechsköpfige Band zum Parklife-Festival zu bringen“, sagte der Mitgründer der Veranstaltung in Manchester, Sacha Lord, am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss in London. „Das macht kleine Bands kaputt, es lohnt sich nicht.“ Lord sowie Anna Wade vom Boomtown-Festival warnten, dass dadurch Talent verloren gehen könne.

RND/dpa

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