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Klassiker in neuem Klang – Neuausgabe von Cat Stevens’ „Back to Earth“

  • Das Album „Back to Earth“ war Ende 1978 das vorläufig letzte des Hitsongwriters Cat Stevens.
  • Danach wandte sich der zum Islam konvertierte Musiker der Religion zu und irritierte durch fragwürdige Kommentare – etwa zur gegen Salman Rushdie verhängten Fatwa.
  • Jetzt wurde das remasterte Popmeisterwerk neu veröffentlicht – und im Februar 2020 erscheint eine De-luxe-Edition.
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Es war ein überraschendes Ende (am Ende allerdings nur vorläufig). Im Jahr 1978 entschied sich Cat Stevens, einer der größten internationalen Künstler der 1970er-Jahre, sich aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen. Es war das Jahr, in dem er – kurz vor Weihnachten – das letzte Album unter dem Namen Cat Stevens veröffentlichte. „Back to Earth“ war das Album, mit dem sich der in London geborene Sänger vorläufig von seinen Fans verabschiedete – und seine Entscheidung aufzuhören in Songs wie „Last Love Song“ oder „Just Another Night“ indirekt erklärte.

Zuvor hatte seine Musik die Welt erobert – Songs wie „Lady D’Arbanville“, „Morning Has Broken“ und „Father & Son“ und Alben wie „Tea for The Tillerman“ (1970) oder „Teaser and The Firecat“ (1971). „Back to Earth“ war tatsächlich eine bemerkenswerte Rückkehr zu alter Form – zum einen in der Zusammenarbeit von Cat Stevens mit Paul Samwell-Smith, dem Produzenten jener Albumklassiker, zum anderen in der Fortsetzung der kreativen Partnerschaft mit dem langjährigen Gitarristen Alun Davies.

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Das zentrale Thema des Albums „Back to Earth“ waren der Übergang und die Veränderungen im Leben des Künstlers, die nicht nur die Aufgabe des Ruhmes symbolisieren, sondern auch einen Wendepunkt hin zu humanitären und ökologischen Anliegen darstellen. In „New York Times“ (einem Lied, das Cat Stevens auf der Grundlage von Geschichten schrieb, die er in der „New York Times“ gelesen hatte) wird der Sänger bereits deutlich, wenn er über eines der aktuellen Themen unserer modernen Zeit – die Luftverschmutzung – klagt: „Autos, die dein Kind zu Tode würgen, aber du willst es nicht sehen.“

Bis 2017 veröffentlichte er kein Album mehr als Cat Stevens

Schon im Dezember 1977, also lange vor der Veröffentlichung von „Back to Earth“, hatte sich Stevens dem Islam zugewandt. Obwohl das Album noch unter seinem Künstlernamen erschien, nannte er sich nach erfolgter Konversion Yusuf Islam. Bis 2017 erschien keine Platte mehr als Cat Stevens. 1979 versteigerte er all seine Gitarren für gute Zwecke. Mit fragwürdigen Kommentaren zu der vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Chomeini verhängten Fatwa über den Schriftsteller Salman Rushdie („Die Satanischen Verse“) brachte Stevens 1989 viele Menschen, auch viele Fans, gegen sich auf.

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Das Album „Back to Earth“ ist in einer remasterten CD- und LP-Version am 25. Oktober erschienen. Jetzt wurde bekannt, dass es am 28. Februar 2020 als Super-de-luxe-Boxset auf Cat-O-Log Records/BMG neu aufgelegt wird. Die musikhistorische Edition enthält das in den Abbey Road Studios neu remasterte Originalalbum, dazu kommen Demos, Outtakes und Material aus dem Unicef-„Year of The Child“-Konzert von 1979, der damals historischen letzten Liveperformance des Sängers als Cat Stevens.

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Dazu gibt es obendrein – sozusagen als Schmankerl für die Die-Hard-Fans des Songwriters – die unveröffentlichten Titel „Butterfly“ und „Toy Heart“ (mit Grammy-Gewinner Eric Johnson), die von Cat Stevens damals als zu „poppig“ angesehen wurden.

Von RND/ag/big