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Zwei Wochen nach Kinoöffnung: Wie läuft’s in Deutschlands Lichtspielhäusern?

  • Seit zwei Wochen laufen wieder Filme in den meisten deutschen Kinosälen.
  • Doch wie waren die ersten zwei Wochen in Deutschlands Kinos? Welcher Film war der erfolgreichste? Und wie blicken Kinobetreiber auf die leicht steigenden Inzidenzwerte?
  • Eine Expertin gibt Antworten.
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Seit zwei Wochen flimmern in deutschen Kinos wieder Filme über die Leinwand. Nachdem Mitte Juni bereits einige Programmkinos öffneten, zog am 1. Juli, nach der Entscheidung mehrerer Filmtheaterverbände die Mehrheit der Kinos nach. Initiiert wurde der bundeseinheitliche Start vom Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF Kino), der rund 600 Mitglieder vertritt.

„Ziel war ein gemeinsamer Eintritt ins Kinoleben und das hat absolut funktioniert“, sagt Christine Berg, Vorstandsvorsitzende vom HDF Kino, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Rückblickend seien die zwei Wochen seit der gemeinsamen Eröffnung zufriedenstellend gewesen: „Die Zahlen zeigen, dass wir es richtig gemacht haben“, sagt sie.

So viele Menschen waren im Kino

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Insgesamt waren seit dem Neustart 2,6 Millionen Besucher und Besucherinnen im Kino, am vergangenen Wochenende mehr als 880.000. Im Vor-Corona-Sommer 2019 sind es zwar noch ca. 1,3 Millionen Besucher in derselben Kalenderwoche am Wochenende gewesen, für Berg ist das dennoch ein Erfolg: Das sei ein gutes Ergebnis, sagt sie und verweist auf die Auflagen, denen die Betreiber unterliegen – wie einer begrenzten Sitzplatzauslastung von etwa 35 Prozent. Nach mehr als einem halben Jahr Leinwandabstinenz ist die Motivation bei den Menschen groß: „Die Leute haben Lust, vom Sofa aufzustehen und die Filme auf der großen Leinwand zu sehen“, sagt Berg.

Berg über die aktuellen Filme: „Es ist für wirklich alle was da“

Mit für diesen Erfolg verantwortlich sind die aktuell laufenden Streifen: Bisher habe die meisten Besucher der Horrorfilm „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ erreicht, dicht gefolgt vom Actionstreifen „Godzilla vs. Kong“ und von der Komödie „Catweazle“. Berg betont: „Es ist für wirklich alle was da.“

Auch der verregnete Sommer und das frühe Ausscheiden der Nationalelf bei der Fußball-EM seien für die Kinobetreiber positiv gewesen. „Das hat uns schon zusätzlich in die Karten gespielt“, gibt sie zu.

Inzidenzen steigen: Das denken die Betreiber

Mit Blick auf die Zukunft und die leicht steigenden Inzidenzwerte hat Berg eine klare Ansicht: „Was in der Zukunft passiert, haben wir jetzt in der Hand. Wir Kinos halten uns an alles, damit die Zahlen nicht steigen.“ Außerhalb der Kinos läge es dann an den Besuchern: Die Betreiber zählten auf die Vernunft der Menschen, dass die Impfkampagne noch mehr greife und die Herdenimmunität erreicht werde.

Larissa Kahr

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