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  • Kino und Corona: Kinoverband warnt vor großer Insolvenzwelle

Kinoverband fordert zusätzliche Unterstützung: „Sonst kommt eine große Insolvenzwelle“

  • Der Kinoverband HDF Kino sieht ohne zusätzliche Unterstützung in der Corona-Zeit zahlreiche Häuser vor dem Aus.
  • „Nach fast zwei Jahren Pandemie sind alle Reserven aufgebraucht“, sagt Verbandschefin Christine Berg.
  • Es drohe eine große Insolvenzwelle.
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Deutschlands Kinobetreiber sehen sich angesichts der Beschlüsse der von Bund und Ländern erneut mit einem drohenden Besucherrückgang konfrontiert. Von der Politik fordert der Kinoverband HDF Kino deshalb zusätzliche Unterstützung. „Nach fast zwei Jahren Pandemie sind alle Reserven aufgebraucht. Hier muss die Politik mit einer ausgeweiteten Überbrückungshilfe 4 alle Kinostandorte unterstützen. Ansonsten kommt im nächsten Jahr eine große Insolvenzwelle auf uns zu“, sagte Verbandschefin Christine Berg dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). Erst im Juli durften Kinos in Deutschland nach mehr als acht Monaten Zwangspause wieder öffnen.

Berg begrüßte nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern bundesweit einheitliche Standards. „Dies gibt sowohl den Kinos als auch unserem Publikum mehr Planungssicherheit und Orientierung. Wir appellieren hier aber stark an die Länder, dass diese nicht nur Mindeststandards bleiben, sondern in der Gesamtheit auch möglichst einheitlich umgesetzt werden.“ Insbesondere in Hinblick auf kulturelle Teilhabe von ungeimpften Kindern und Jugendlichen fordere der HDF Kino die im Infektionsschutz­gesetz vorgesehenen Ausnahmereglungen mit Maß umzusetzen, wie es zum Beispiel in Niedersachsen der Fall sei.

Bund und Länder vereinbarten wegen der weiter dramatischen Infektionslage in Deutschland am Donnerstag einen faktischen Lockdown für Ungeimpfte. Künftig dürfen nur noch Geimpfte und Genesene im Einzelhandel einkaufen. Dies gilt auch für Kinos, Theater und Restaurants. Zudem müssen Ungeimpfte Kontakt­einschränkungen hinnehmen. Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach am Donnerstag nach den Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und ‑präsidenten von einem „Akt der nationalen Solidarität“.

RND/liz

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