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Zeichner wurde 89 Jahre alt

Er zeichnete den „kleinen Nick“: Jean-Jacques Sempé ist tot

Der französische Zeichner Jean-Jacques Sempé ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Bekannt wurde er durch seine Zeichnungen für die Buchreihe des "kleinen Nick".

Der französische Zeichner Jean-Jacques Sempé ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Bekannt wurde er durch seine Zeichnungen für die Buchreihe des "kleinen Nick".

Es waren Jean-Jacques Sempé und „Asterix“-Autor René Goscinny, die den „kleinen Nick“ erfanden und damit international bekannt wurden. Die erste Geschichte erschien 1959 in der Zeitung „Sud-Ouest Dimanche, innerhalb von sechs Jahren wurden knapp 200 Episoden um Nick und seine Freunde veröffentlicht. Mit seiner Arbeit für diese Reihe konnte Sempé große Erfolge verbuchen und wurde weltweit zum gefeierten Zeichner, mit seinen Illustrationen hinterlässt er nun ein zeitloses Erbe: Der Franzose starb mit 89 Jahren.

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Sempé sei in seinem Ferienort am Donnerstagabend eingeschlafen - geruhsam und ohne Schmerzen, umgeben von seiner Frau und seinen engsten Freunden. Das teilte sein Biograf und Freund Marc Lecarpentier mit, auch Sempés Frau bestätigte den Tod ihres Mannes.

Frankreich trauert um den Zeichner

Frankreichs Premierministerin Élisabeth Borne würdigte den Zeichner. „Sempé, das war die Zeichnung, das war der Text. Es war das Lächeln und die Poesie. Manchmal hatte er Tränen in den Augen vor Lachen, heute Abend sind es Tränen der Rührung“, schrieb Borne auf Twitter. Auch zahlreiche weitere Politiker reagierten emotional auf den Tod von Sempé.

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Der Verband der französischen Feuerwehr, die derzeit an verschiedenen Stellen des Landes gegen verheerende Waldbrände kämpft, verband dies mit einer konkreten Bitte an Sempé. „Ruhe in Frieden und schick uns den Regen von da oben...“, twitterte der Feuerwehrverband am Donnerstagabend mit einem Augenzwinkern.

„Der kleine Nick“ in mehr als 30 Sprachen übersetzt

Die Serie um den „kleinen Nick“, im Original „Le Petit Nicolas“, war vor über 50 Jahren in Zusammenarbeit von Sempé und Goscinny, dem 1977 gestorbenen Autor, entstanden. Der Nachwelt hinterlässt Jean-Jacques Sempé zahlreiche Alben und Bildgeschichten.

Die ersten Abenteuer des „kleinen Nick“ wurden 1956 in Comic-Form in einer belgischen Zeitschrift veröffentlicht, bevor sie 1959 in der Regionalzeitung „Sud-Ouest“ abgedruckt wurden. Seitdem haben sich die Geschichten des aufgeweckten Bengels millionenfach verkauft und wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Im Jahr 2009 kamen die Lausbubenstreiche erstmals auf die Leinwand.

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Der Nachwelt hinterlässt der Zeichner und Cartoonist über 40 Bildbände, in denen er mit liebevoll-ironischem Strich die Welt analysiert. Dabei nahm er den Charme der Bourgeoisie ins Visier, ebenso wie den kleinen Mann und die Reichen und Schönen.

Sempé entwarf Cartoons für zahlreiche Zeitschriften

Sempé wurde am 17. August 1932 bei Bordeaux geboren. Seine ersten Zeichnungen veröffentlichte er bereits 1950, zunächst noch unter einem Pseudonym. Wenige Jahre später entwarf er Cartoons für Zeitschriften wie „Paris Match“, „Marie Claire“, „L‘Express“ und die renommierte Satirezeitschrift „The New Yorker“, für die er mehr als 50 Covers zeichnete. Neben dem Welterfolg „Der kleine Nick“ und „Die Geschichte von Herrn Sommer“ von Patrick Süskind hat er als Autor und Zeichner zahlreiche Alben publiziert.

RND/Teleschau und dpa

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