„Invisible Sue“: Die fantastischen drei

  • Wenn Fantasy und Pubertät aufeinander treffen: Der Kinderfilm „Invisible Sue“ läuft an.
  • Eine Zwölfjährige kann sich zu ihrer eigenen Überraschung unsichtbar machen.
  • Ein origineller Kinderfilm, der mal nicht auf einer literarischen Vorlage beruht.
Margret Köhler
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Sue hat es nicht leicht: In der Schule wird sie von den anderen Mädchen gehänselt, für ihre Mutter, eine viel beschäftigte Wissenschaftlerin, scheint sie Luft zu sein, nur mit ihrem Vater kommt sie klar. Die zwölfjährige Susanne (Ruby M. Lichtenberg), die sich Sue nennen lässt, verkriecht sich in die Welt der Comics und träumt von Superwoman.

Als die Außenseiterin bei einer Explosion im Labor der Mutter mit einer genetisch verändernden Substanz in Berührung kommt, kann sie sich unsichtbar machen. Dann überschlagen sich die Ereignisse.

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Entstanden ist „Invisible Sue“ in der Initiative „Der besondere Kinderfilm“, die Kinoprojekte fördert, die nicht auf bekannten literarischen Vorlagen basieren, sondern auf einem originären Stoff. Den liefert Markus Dietrich in einer packenden Kombination aus Coming of Age, Fantasy, Action und normalen Pubertätsproblemen. Da darf die behutsam gezeichnete Geschichte von echter Freundschaft und erster Verliebtheit nicht fehlen.

Als Team gegen die Erwachsenen

Denn plötzlich ist Sue nicht mehr allein. An ihrer Seite stehen beim Kampf gegen dubiose Erwachsene, die an das Wunderserum gelangen wollen, die coole Computertüftlerin App (Anna Shirin Habedank) und der schnuckelige schulische Neuzugang Tobi (Lui Eckardt).

Wie die Kids lernen, einander zu vertrauen, das ist witzig, klug und mit unerwarteten Twists inszeniert – und hebt sich wohltuend von den oft bräsig-pädagogischen Kinderfilmen ab. Mit Recht jubelt das Trio am Ende lauthals: „Hier kommen die fantastischen drei.“

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„Invisible Sue – Plötzlich unsichtbar“, Regie: Markus Dietrich, mit Ruby M. Lichtenberg, Anna Shirin Habedank und Lui Eckardt, 93 Minuten, FSK 6