Im Kino: Cécile de France in “Eine größere Welt”

  • Die trauernde Witwe Corine erfährt in der fernen Mongolei, dass sie eine Schamanin ist.
  • Cécile de France spielt in "Eine größere Welt" (Kinostart am 9. Juli) eine Frau, die das Abenteuer ihres Lebens riskiert.
  • Regisseurin Fabienne Berthaud laviert in atemraubenden Bildern zwischen Exotik und Esoterik.
Margret Köhler
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Der Glaube soll ja bekanntlich Berge versetzen. Und an schamanische Kraftorte, ob Baum oder Stein, sollte man hier schon glauben, wie auch an eine fremde spirituelle Energie. Wenn nicht, ist man im falschen Film. Der beruht auf Corine Sombruns Buch “Mein Leben mit den Schamanen” und der wahren Geschichte ihrer Erweckung in der fernen Mongolei. Inzwischen arbeitet sie mit Neurologen und Gehirnforschern an der Genesis von Trancezuständen, um schamanische Praxis und westliche Psychotherapie zu verbinden.

In die Mongolei zieht es die um ihren Mann trauernde Witwe Corine (Cécile de France), dort soll sie ethnographische Tonaufnahmen sammeln, vor allem Trommeln, Tierlaute und rituelle Gesänge. Bei einer Zeremonie fällt sie in Trance und eine alte Schamanin eröffnet ihr, sie verfüge über die Kraft einer Schamanin und müsse sich mit den Geistern auseinandersetzen.

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Nach einem Kurzaufenthalt in Frankreich kehrt die Tontechnikerin zurück und riskiert das Abenteuer ihres Lebens, startet eine Reise ins Unbekannte, in “eine größere Welt”. Zwischen dokumentarischer Schönheit und intimer Selbstfindung verirrt sich Fabienne Berthaud manchmal auf der Suche nach dem richtigen Weg, laviert zwischen Exotik und Esoterik, Magie und Märchen.

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Cécile de France geht physisch und psychisch an ihre Grenzen

In traumhaften Sequenzen und umgeben von einer unberührten Landschaft wirft sich Corine in ein gewagtes Experiment, bei dem man ihr gerne mit dem Herzen folgt, Ratio und analytisches Denken lieber schnell ausschalten muss. Atemberaubende Bilder der weiten und kargen Steppe, pittoresken Nomaden mit ihren Rentieren, von Bräuchen und Traditionen, vor allem von intensiven Trance-Szenen - das alles entwickelt einen ungewöhnlichen Sog. Und die wunderbare Cécile de France geht psychisch und physisch an die Grenzen in diesem schillernden Spiel zwischen Jenseits und Realität.

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“Eine größere Welt”, Regie: Fabienne Berthaud, mit Cécile de France, 100 Minuten, FSK 12, an 9. Juli in den Kinos

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