„Hustlers“ mit J. Lo: Ganz Amerika ist ein Stripclub

  • Jennifer Lopez tanzt in der Kriminette „Hustlers“ an der Stange und geht shoppen.
  • Regisseurin Lorene Scafaria feiert lustvoll weibliche Solidarität und Unabhängigkeit.
  • Die Botschaft des Films aber ist allzu simpel: Zocken oder abgezockt werden.
Margret Köhler
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Eine Frage hat Stripperin Ramona an die Anfängerin Destiny: „Macht dich Geld nicht geil?“ Dabei wühlt Ramona (Jennifer Lopez) in den Dollar-Scheinen, die ihr die Männer zugeworfen haben. Sie nimmt die naive Destiny (Constance Wu) unter ihre Fittiche, bald kassieren sie gemeinsam ab. Der Finanzcrash von 2008 macht dem lukrativen Handel mit den Wall-Street-Spekulanten allerdings ein Ende.

Mit zwei anderen Frauen startet das Duo ein neues Geschäftsmodell: Die Typen werden mit einem Drogenmix betäubt und ihre Kreditkarten bis zum Limit belastet. Keines der Opfer wagt es, sich an die Polizei zu wenden. Bis die Sache 2014 dann doch platzt.

Trailer zum Film „Hustlers“

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Regisseurin Lorene Scafaria ließ sich bei ihrem Ausflug in die funkelnde Halbwelt durch einen Artikel aus dem „New York Magazine“ über ein real existierendes Damenquartett inspirieren und feiert weibliche Solidarität, Unabhängigkeit und Emanzipation als Lust am Luxusshopping. Da darf’s auch mal ein Pelzmäntelchen sein.

Die sozialkritische Unterfütterung der rasant inszenierten Story mit der simplen Botschaft „Das ganze Land ist ein Stripclub“ und der Maxime „Zocken oder abgezockt werden“ bleibt banal.

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„Hustlers“, Regie: Lorene Scafaria, mit Jennifer Lopez, Constance Wu, 107 Minuten, FSK 12

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