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Nicht ohne meine Killertochter: der Sci-Fi-Thriller „Gunpowder Milkshake“

  • Regisseur Navot Papushado schickt Frauen an die Profikillerfront in einer Parallelwelt.
  • Der Sci-Fi-Thriller „Gunpowder Milkshake" ahmt erkennbar die John-Wick-Filme nach.
  • Kampfchoreografisch kann der Mutter-Tochter-Film aber nicht ganz mithalten.
Jörg Brandes
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Die „John Wick“-Filme mit Keanu Reeves haben’s vorgemacht. Nun schickt Regisseur Navot Papushado Frauen an die Profikillerfront in einer Parallelwelt. In dieser können alleinerziehende Mütter mit speziellen Problemen konfrontiert werden.

Da sie vorschriftswidrig einen Rachemord begangen hat, muss Scarlet (Lena Headey) untertauchen und ihre Teenagertochter zurücklassen. 15 Jahre später ist Sam (Karen Gillan) in die Fußstapfen ihrer Mama getreten – und tötet bei einem Auftragsmassaker den Sohn eines Gangsterbosses. Weil sie zudem das Kind eines Opfers rettet und dabei das sicherzustellende Geld verliert, gerät sie mit ihrer eigenen „Firma“ über Kreuz. Da taucht Scarlet wieder auf, um ihrer von zwei Seiten bedrohten Tochter beizustehen.

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Produktionsdesigner David Scheunemann hat eine konsequent ästhetisch durchgestylte Welt erschaffen. Wichtiger Schauplatz ist eine von einer Schwesternschaft aus Killerinnen (Michelle Yeoh, Angela Bassett, Carla Gugino) verwaltete Bibliothek, wo sich Utensilien finden, die man fürs gewerbsmäßige Töten braucht. Die Gewaltszenen sind heftig. Genrefans dürften auf ihre Kosten kommen.

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Kampfchoreografisch bewegt sich der mit einem Mutter-Tochter-Drama unterfütterte Reißer indes unter dem „John Wick“-Niveau. Dafür versucht’s „Gunpowder Milkshake“ mit Humor. Das wirkt mitunter aber platt – wie im Fall eines mit Lachgas aufgepumpten Angreifertrios. Wenigstens sterben die drei mit mehr als nur einem Lächeln auf den Lippen.

„Gunpowder Milkshake“, Regie: Navot Papushado, mit Karen Gillan, Lena Headey, 114 Minuten, FSK 18

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