Gerichtsreporterin Friedrichsen für Lebenswerk geehrt

  • Die langjährige Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen ist am Montag bei der Preisverleihung “Journalistinnen und Journalisten des Jahres 2019” für ihr Lebenswerk geehrt worden.
  • “Man bezweifelt die Redlichkeit unserer Arbeit”, sagte die Preisträgerin bei ihrer Dankesrede.
  • Sie appellierte, gegen Hass und Hetze zu agieren und sich nicht zu immer “atemloserer Berichterstattung” drängen zu lassen.
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Berlin. Der Druck auf die Arbeit von Gerichtsberichterstattern hat sich aus Sicht der langjährigen Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen erhöht. "Man bezweifelt die Redlichkeit unserer Arbeit", sagte sie am Montag in Berlin bei der Preisverleihung "Journalistinnen und Journalisten des Jahres 2019". Man unterstelle Journalisten, Gerichtsprozesse beeinflussen zu wollen oder Druck auf die Gerichte auszuüben, betonte sie und sagte auch: "Draußen auf der Straße toben Hass und Hetze gegen Täter", von denen man noch nicht wisse, ob es tatsächlich Täter seien. Friedrichsen appellierte in ihrer Rede als Preisträgerin, dagegenzuhalten und sich nicht zu immer "atemloserer Berichterstattung" drängen zu lassen.

Sie erhielt an dem Abend einen Ehrenpreis für ihr Lebenswerk. Friedrichsen ist 27 Jahre lang für den "Spiegel" tätig gewesen und schreibt seit 2016 für die "Welt".

Unabhängige Jury bestimmt Preisträger in mehreren Kategorien

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Gründer und Veranstalter der Preisverleihung ist das Branchenmagazin "Medium Magazin". Den Preis gibt es seit 2004, eine unabhängige Jury bestimmt die Preisträger in mehreren Kategorien. Ausgezeichnet werden Journalisten, die etwa besondere Themen und Trends aufgegriffen oder sich mit Recherche oder redaktionell-strategischer Leistung hervorgetan haben.

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RND/dpa

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