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Generationenkomödie „Enkel für Anfänger“: Lieber Leihoma statt Langeweile

  • „Enkel für Anfänger“ ist eine gelungene Generationenkomödie.
  • Überzeichnet sind in dem Film nur die Öko-Helikoptereltern.
  • Auf das renommierte Ensemble um Heiner Lauterbach ist Verlass.
Jörg Brandes
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Nach Neuseeland fliegen? „Zu teuer! Für das Geld kriegen wir zwei Treppenlifte.“ So reagiert Harald (Günther Maria Halmer) auf das Ansinnen seiner Frau Karin (Maren Kroymann). Doch Karin will Farbe in ihr Rentnerdasein bringen – und verdingt sich wie auch ihre Althippie-Schwägerin Philippa (Barbara Sukowa) kurzerhand als Leihoma. Karins alter Freund, der schwule Arzt a. D. Gerhard (Heiner Lauterbach), hat keine Lust auf ein Patenopa-Ehrenamt, wird aber überrumpelt.

Krass überzeichnet sind hier nur die Öko-Helikoptereltern der kleinen Leonie, die die flippige Philippa in Obhut nimmt. So wird der Klamaukverdacht rasch zerstreut. Regisseur Wolfgang Groos („Kalte Füße“) und Autor Robert Löhr behandeln ihre fehlbaren Charaktere mit Nachsicht und gutem Gespür für Zwischentöne. Sie lassen aber auch den Humor nicht zu kurz kommen, und der ist schön bissig.

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Auf das renommierte Ensemble, zu dem auch noch Lavinia Wilson und Dominic Raacke zählen, ist ebenfalls Verlass. Da ist es zu verschmerzen, dass die gelungene Generationenkomödie gen Ende allzu forciert auf Kuschelkurs geht.

„Enkel für Anfänger“, Regie: Wolfgang Groos, mit Maren Kroymann, Heiner Lauterbach, 104 Minuten, FSK 6

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