• Startseite
  • Kultur
  • „Gemeinsam, eng an eng“ – das „Pangea“-Festival als Pilotprojekt in Deutschland

„Gemeinsam, eng an eng“ – das „Pangea“-Festival als Pilotprojekt in Deutschland

  • Große Musikfestivals fallen auch in diesem Sommer wieder der Pandemie zum Opfer.
  • Doch in Mecklenburg-Vorpommern soll es ein Pilotprojekt mit tausenden Besuchern geben.
  • Das „Pangea“-Festival in Ribnitz-Damgarten bei Rostock hat die offizielle Genehmigung erhalten.
Anzeige
Anzeige

Ribnitz-Damgarten. Als Corona-Pilotprojekt soll im August in Ribnitz-Damgarten bei Rostock das „About you Pangea“-Festival mit bis zu 15.000 Besuchern stattfinden. Nach Angaben der Veranstalter ist es die erste Großveranstaltung deutschlandweit, die eine offizielle Genehmigung erhalten hat. Andere große Festivals wie zuletzt das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken sind dagegen bereits abgesagt worden.

Das „Pangea“-Festival vom 19. bis 22. August wird empirisch begleitet - vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) und dem Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern. Es soll untersucht werden, wie auch zu Pandemiezeiten Großveranstaltungen möglich sein können - mit einem umfangreichem Hygiene- und Sicherheitskonzept. „Wir waren während der gesamten Pandemie aktiv, haben uns national und international ausgetauscht“, sagte Hans Jensen, Geschäftsführer des Veranstalters Supremesurf aus Rostock, der „Ostsee-Zeitung“.

Die Hygiene-Vorschriften: Festival-Teilnehmer, die noch nicht vollständig geimpft sind, müssen vor der Anreise einen PCR-Test machen. Am dritten Festivaltag wird dann ein weiterer PCR-Test auf dem Festivalgelände durchgeführt. Wer spätestens am 5. August seine letzte nötige Impfung erhalten hat, muss kurz vor oder bei der Ankunft einen Schnelltest machen.

Wer bei der Anreise positiv getestet wird, bekommt das Geld für das Ticket zurückerstattet. Eine Maskenpflicht besteht auf dem Festival nur am Einlass, in Test-Stationen und in geschlossenen Räumen.

Anzeige

Veranstalter: „Wie ihr wollt – zusammen, gemeinsam, eng an eng“

„Tanzen ist erlaubt“, heißt es weiter. „Und das so, wie ihr wollt - zusammen, gemeinsam, eng an eng!“ Natürlich gelte: Rücksicht und Achtsamkeit. „Wenn ihr euch nicht sicher fühlt, setzt die Maske auf oder nehmt ein bisschen Abstand.“

Anzeige

„Ich bin sehr froh, dass wir mit dem Gesundheitsministerium einen so guten Kompromiss gefunden haben“, zitiert die „Ostsee-Zeitung“ Vorpommern-Rügens Landrat Dr. Stefan Kerth zitieren. Auch Ribnitz-Damgartens Bürgermeister Thomas Huth begrüßt die Entscheidung. „Ich freue mich sehr darüber, dass das Festival möglich ist“, sagte Huth laut der Zeitung.

Das Festival besteht aus Musik, Sport und Kultur. Musikalisch bewegte sich das Programm im vergangenen Jahr hauptsächlich in den Bereichen Elektro, Hip-Hop und Indie. 14.000 Besuchern waren zuletzt 2019 gekommen.

Im September soll dann in Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern das Airbeat One-Festival nach Angaben der dortigen Veranstalter mit voller Gästezahl stattfinden. Im Jahr 2019 waren an vier Tagen insgesamt 200.000 Gäste gezählt worden. 2020 war es coronabedingt abgesagt worden.

Anzeige

Erst am Dienstag wurde das berühmte Heavy-Metal-Festival in Wacken wegen der Pandemie zum zweiten Mal in Folge abgesagt. Auch andere große Open-Air-Festivals in Deutschland, darunter „Rock am Ring“ am Nürburgring und das „Hurricane Festival“ in Niedersachsen, fallen aus.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen