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Fesselnde Unterhaltung! Das sind die zehn besten Thriller des Jahres 2019

  • Von Bernhard Aichner (“Der Fund”) über Sebastian Fitzek (“Das Geschenk”) bis hin zu Karin Slaughter (“Die letzte Witwe”).
  • Das sind die zehn besten Thriller des Jahres 2019.
  • Fesselnde Unterhaltung vom Feinsten.
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Hannover. Alle Jahre wieder... In keinem anderen europäischen Land werden mehr Thriller verkauft als in Deutschland. Wir Deutschen lieben es, uns zu gruseln. Die einen stehen auf blutig-brutale Schocker, andere bevorzugen eher subtile Spannungsromane. Das ist unsere Liste der zehn besten Thriller des Jahres 2019. Fesselnde Unterhaltung vom Feinsten.

1. “Das Verschwinden der Stephanie Mailer” von Joël Dicker

In diesem Jahr ist der Schweizer Joël Dicker international in aller Munde gewesen. Das liegt vor allem daran, dass sein älterer Thriller “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” (2012) mit Hollywoodstar Patrick Dempsey verfilmt und als zehnteilige Serie ausgestrahlt wurde. Dicker ist Spezialist, wenn es darum geht, eine verschachtelte Geschichte parallel auf zwei Zeitebenen zu schildern. Das gelingt ihm auch in “Das Verschwinden der Stephanie Mailer”.

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Darum geht’s: An einem Sommerabend im Jahr 1994 werden vier Menschen erschossen. Polizist Jesse Rosenberg klärt das Verbrechen schnell auf. 20 Jahre später erscheint Journalistin Stephanie Mailer auf Rosenbergs Abschiedsfeier aus dem Polizeidienst. Sie behauptet, dass der Vorzeigebeamte damals den Falschen verhaftet habe. Als die Journalistin wenig später unter mysteriösen Umständen verschwindet, bittet Rosenberg seinen Vorgesetzten, so lange im Dienst bleiben zu dürfen, bis er den Fall neu aufgerollt hat.

“Das Verschwinden der Stephanie Mailer” von Joel Dicker. © Quelle: Piper/PR

2. “Die letzte Witwe” von Karin Slaughter

Die US-Amerikanerin Karin Slaughter gilt völlig zu Recht als Königin des Thrillers. Seit 2001 veröffentlicht sie ihre Werke, von denen keines banal oder langweilig ist. Auch wenn sie in den letzten Jahren vor allem mit sogenannten Stand-Alones wie “Die gute Tochter” (2017) und “Ein Teil von ihr” (2018) überzeugten konnte, ist auch “Die letzte Witwe” aus der Reihe um Agent Will Trent wieder ein hochaktueller Pageturner, in dem hochbrisante Themen wie rechter Terror, Frauenfeindlichkeit und sexueller Missbrauch behandelt werden. Wer allerdings bisher noch keinen Roman aus der zehnteiligen Reihe gelesen hat, dürfte an der einen oder anderen Stelle etwas überfordert sein.

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Darum geht’s: Agent Will Trenton und Gerichtsmedizinerin Sara Linton sind auf Familienbesuch in Atlanta, als sich in ihrer Nähe ein Bombenattentat ereignet. Als sie den Verletzten zu Hilfe eilen, stellen sie fest, dass das die für den Anschlag verantwortlichen Terroristen sind. Doch die haben noch viel Schrecklicheres geplant.

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3. “Atme!” von Judith Merchant

Die gebürtige Bonnerin Judith Merchant studierte Literaturwissenschaft und unterrichtet an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Mit “Atme!” ist ihr ein detaillierter, psychologisch anspruchsvoller Thriller mit vielen, überraschenden Wendungen gelungen.

Darum geht’s: Ben und Nile sind ein echtes Traumpaar. Doch als Nile in einer Umkleidekabine ein Kleid anzieht, verschwindet Ben spurlos. Ausgerechnet Niles größte Feindin Flo bietet an, bei der Suche nach Ben zu helfen. Doch spielt sie mit offenen Karten? Immerhin ist Flo Bens Ex-Frau.

4. “Der Verein der Linkshänder” von Håkan Nesser

Seit über 30 Jahren liefert Håkan Nesser (“Kim Novak badete nie im See von Genezareth”) in schöner Regelmäßigkeit spannende Thriller ab, die ganz ohne brutale Schilderungen der Taten auskommen. Sein Detailreichtum und seine Ausführungen brachten ihm den Ruf, der Philosoph unter den schwedischen Krimiautoren zu sein.

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Darum geht’s: Der pensionierte Kommissar Van Veeteren steht kurz vor seinem 75. Geburtstag, als ihn ein einstiger Kollege um Hilfe in einem alten Fall bittet. Vor Jahren waren vier Männer ums Leben gekommen, die alle Mitglieder im “Verein der Linkshänder” waren. Das fünfte und letzte Mitglied war seinerzeit spurlos verschwunden und wurde bald als mutmaßlicher Täter ausgemacht. Doch nun taucht seine Leiche auf und der Fünfte wurde offensichtlich zur gleichen Zeit umgebracht, wie seine vier Mitstreiter. Offensichtlich ist der währe Mörder noch immer auf freiem Fuß.

“Der Verein der Linkshänder” von Hakan Nesser. © Quelle: Random House

5. “1793” von Niklas Natt och Dag

Der schwedische Schriftsteller Niklas Natt och Dag landete gleich mit seinem ersten Buch einen Bestseller. “1793” wurde von der schwedischen Decker Academy zum “Besten Debüt des Jahres” gewählt und ist in über 30 verschiedenen Sprachen übersetzt worden. Die Jahreszahl gibt den Rahmen für ein komplexes Vexierspiel, das im düsteren 18. Jahrhundert verwurzelt ist.

Darum geht’s: Stockholm im Jahr 1793. In der Stadtkloake wird eine grausam verstümmelte Leiche gefunden. Der traumatisierte Kriegsveteran Michael Cardell und Jurist Cecil Winge versuchen, das Verbrechen aufzuklären.

“1793” von Niklas och Dag. © Quelle: Piper/Promo
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6. “Der Fund” von Bernhard Aichner

Er gilt als erfolgreichster Thrillerautor Österreichs: Bernhard Aichner. Besonders seine “Totenfrau”-Trilogie, in der eine alleinerziehende Mutter zur Rachegöttin wird, sorgte international für Aufsehen. Auch in seinem jüngsten Werk hetzt der gebürtige Tiroler wieder eine strahlende Alltagsheldin durch ein finsteres Tal voller Abgründe.

Darum geht’s: Supermarktverkäuferin Rita findet in einer Bananenkiste in Plastiktüten eingeschweißtes Kokain. Sie zögert nicht lange, meldet den Fund nicht, sondern will die Drogen verkaufen. Wenig später ist Rita tot. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.

7. “Cari Mora” von Thomas Harris

Eigentlich kann der amerikanische Autor Thomas Harris (79) schreiben, was er will. Es wird sowieso jedes seiner Werke mit “Das Schweigen der Lämmer” verglichen. Doch wenn man einfach mal beiseite lässt, dass Harris der geistige Vater von “Hannibal Lecter” ist, wird man definitiv seinen Gefallen an “Cari Mora” finden.

Darum geht’s: Die einstige Kindersoldatin Cari Mora hält sich mit drei Jobs über Wasser. Einer davon ist Haushälterin in einer Luxusvilla, die früher mal dem Drogenbaron Pablo Escobar gehört hat. Zwei kriminelle Banden machen sich nun auf den Weg zu dem Gebäude, um die 25 Millionen Dollar zu finden, die irgendwo in diesem Prachtbunker versteckt sein sollen. Dabei kommt ihnen ausgerechnet Cari in die Quere.

“Cari Mora” von Thomas Harris. © Quelle: Heyne/Promo

8. “Worüber wir schweigen” von Michaela Kastel

Michaela Kastel arbeitet in einer Buchhandlung und schreibt in ihrer freien Zeit Thriller. Für ihr letztes Werk “So dunkel der Wald” wurde sie 2018 mit dem Viktor Crime Award ausgezeichnet. Auch ihr neuester Thriller “Worüber wir schweigen” ist preisverdächtig.

Darum geht’s: Vor zwölf Jahren floh Nina nach Wien, um der Enge ihrer Heimatstadt zu entkommen. Damals starb ihr Freund Dominik angeblich bei einem Zugunglück. Doch es gibt Anzeichen, dass das nicht stimmen kann. Nina beginnt, in der Vergangenheit herumzubohren.

9. “Das Geschenk” von Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek gilt völlig zu Recht als Deutschlands König der Thriller. Jedes Jahr veröffentlicht der Berliner mindestens ein neues Werk, das Maßstäbe setzt. Viele seiner Bücher wurden fürs Kino oder Fernsehen verfilmt. Besonders gelungen ist “Abgeschnitten” (2018) mit Jasna Fritzi Bauer und Moritz Bleibtreu in den Hauptrollen.

Darum geht’s: Milan Berg ist einer von sechs Millionen Analphabeten in Deutschland. Diese Tatsache hält er sogar vor seiner Freundin geheim. Doch dann hält ein Auto neben ihm an der Ampel. Auf dem Rücksitz ist ein verängstigtes Mädchen, das einen Zettel gegen die Scheibe presst. Milan nimmt mit seinem Rad die Verfolgung des Wagens auf. Doch manchmal ist Unwissenheit das größere Geschenk.

10. “Offline” von Arno Strobel

Arno Strobel versteht es wie kein Zweiter, Alltagsängste in spannende Reißer zu verwandeln. Das Interessante ist, dass er erst mit knapp 40 Jahren mit dem Schreiben begann. Vorher arbeitete er unter anderem als erfolgreicher IT-Unternehmensberater.

Darum geht’s: 13 Menschen machen eine Wanderung, um fünf Tage lang in einem abgelegenen Berghotel ganz ohne Handys und Internet zu leben. Doch bereits in der ersten Nacht verschwindet einer aus der Gruppe und wird völlig verstümmelt aufgefunden. Rasch ist klar, dass der Mörder einer von ihnen sein muss. Hilfe kann nicht geholt werden. Dann geschieht ein zweiter Mord.



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