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Eventim-Chef: Sollten Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Konzerte machen können

  • Konzerte, Musicals und andere Veranstaltungen können wegen der Corona-Pandemie noch nicht wieder stattfinden.
  • Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg erhofft sich durch die Impfungen, bald wieder den Betrieb hochfahren zu können.
  • Er fordert, die Möglichkeit zu schaffen, nur geimpfte Personen für Veranstaltungen zuzulassen.
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Privilegien für gegen Covid-19 geimpfte Personen werden derzeit heiß diskutiert. Der Ticketverkäufers CTS Eventim plädiert jetzt dafür, dass private Veranstalter in Zukunft die Möglichkeit haben sollten, nur geimpfte Menschen für Veranstaltungen zuzulassen. Unternehmenschef Klaus-Peter Schulenberg sagte der „Wirtschaftswoche“: „Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen“, erklärt er. „Wir haben unsere Systeme so eingerichtet, dass sie auch Impfausweise lesen können.“

Je schneller die Bevölkerung geimpft sei, desto schneller könnten auch Veranstaltungen wieder stattfinden, meint Schulenberg. „Für uns steht aber im Vordergrund, einen Beitrag zu leisten, damit wir alle diese Pandemie baldmöglichst überwinden“, sagt der Eventim-Chef der „Wirtschaftswoche“. CTS Eventim wies am Mittwoch allerdings die Darstellung zurück, die Teilnahme an Veranstaltungen generell an eine Impfung gegen das Coronavirus binden zu wollen.

Eventim bietet seine Software zur Impfterminvergabe an

Damit es mit den Impfungen schneller vorangeht, hat das Unternehmen bereits im November 2020 seine Software für die Vergabe von Impfterminen angeboten. Bisher nutzt diese allerdings nur Schleswig-Holstein, wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten. Grund für die Entscheidung sei die Erfahrung von Eventim gewesen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Nach Ansicht des Ministeriums ist das Unternehmen in der Lage, „ein begrenztes Gut“, also Impftermine, auch unter hoher Auslastung von Anfragen zu vermitteln.

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Ein Sprecher von Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) berichtet von positiven Erfahrungen: „Innerhalb von einer Minute waren mehr als 4000 Termine in Warenkörben reserviert. In der Spitze des Anmeldeverfahrens gab es laut Eventim bis zu 3225 Klicks pro Sekunde auf Impfen-SH.de.“ Das sei mit dem Ticketverkaufsstart der Tournee eines internationalen Popstars vergleichbar. „Eine Software zu nutzen, die auch bei anderen Großereignissen wie zum Beispiel der Fußballweltmeisterschaft genutzt wurde, ist daher naheliegend.“

Die Terminvergabe sei von der Abwicklung her tatsächlich „nicht so sehr viel anders als Großevents“, sagte Alexander Ruoff, Eventims Chief Operating Officer, der Deutschen Presse-Agentur. „Das heißt, limitierte Kapazitäten, idealerweise viele Interessenten.“ Das sei man gewohnt. „In Schleswig-Holstein läuft das System sehr stabil, sehr effizient. Aber natürlich ist die Knappheit der Impfdosen nicht durch uns zu lösen.

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Weitere Gespräche laufen

Mit anderen Bundesländern sei man in Gesprächen, erklärt Chef Klaus-Peter Schulenberg. Finanziell bringe die Bereitstellung der Software seinem Unternehmen allerdings nicht viel. „Wir bekommen eine Gebühr pro Buchung, aber die ist marginal im Vergleich zu unserem üblichen Angebot“, sagt er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Für Eventim sei es wichtiger, bestmögliche Voraussetzungen für die Impfungen zu organisieren.

In Österreich werde das Eventim-System schon genutzt. Gespräche über einen Einsatz der Eventim-Software würden zudem mit Italien, der Schweiz und Brasilien geführt.

RND/nis mit dpa

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