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Eric Braeden wird 80 Jahre alt: Deutscher stellt Hollywoodrekord auf

  • In Deutschland kennt kaum einer den Namen Eric Braeden.
  • Der gebürtige Schleswig-Holsteiner, der dieser Tage 80 Jahre alt wird, spielt seit 40 Jahren eine der Hauptrollen in Amerikas erfolgreichster Seifenoper „Schatten der Leidenschaft“.
  • Auch in „Titanic“, James Camerons Katastrophenfilm von 1997, einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, spielte Braeden mit.
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Los Angeles. Ein deutscher Star schreibt Hollywoodgeschichte. Ja, er hat sogar einen Rekord aufgestellt, der für das Showbusiness einmalig ist. Trotzdem können in seiner Heimat nur wenige mit dem Namen Eric Braeden – oder gar seinem bürgerlichen Namen Hans Gudegast – etwas anfangen. Es sei denn, man kennt die Dauerbrennerserie „Schatten der Leidenschaft“ (Originaltitel „The Young and the Restless“), in der der Mann aus Bredenbek in Schleswig-Holstein seit 41 Jahren in der Rolle des Victor Newman mitspielt. Diese Woche wird er groß gefeiert. Braeden wird am 3. April 80 Jahre.

Anfangs zögerte Braeden, in der Seifenoper mitzuspielen

Der Auswanderer (er siedelte 1959 in die USA über) machte sich einen Namen (damals noch als Hans Gudegast) mit Gastrollen in Primetimeserien wie „Rauchende Colts“, „Einsatz in Manhattan“, „Mannix“ und „Drei Engel für Charlie“. Als die Macher von „Schatten der Leidenschaft“ 1980 auf ihn zukamen, fürchtete Braeden, dass ihn eine Serienrolle aufs Karriereabstellgleis führen würde. Erst als sein Kollege Dabney Coleman („9 to 5 – Warum eigentlich bringen wir den Chef nicht um“) ihm zuredete, bei der wochentäglichen Sendung einzusteigen, sagte er zu. Und wurde zum „Ironman der Seifenopern“. In 3434 Episoden hat er bislang mitgewirkt.

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Der Grandseigneur mit dem Frauenschwarmflair gibt zu, dass die Vollzeitbeschäftigung zu seinem Selbstvertrauen als Schauspieler beitrug. Was Braeden am meisten schätzt: „Die tiefe Verbindung zu unseren treuen Zuschauern. Wir treffen viele von ihnen und dann wird einem klar, warum man diesen Job machst. Nicht um Geld zu verdienen, sondern um zu unterhalten.“

Seinem runden Geburtstag sieht Braeden mit gemischten Gefühlen entgegen: „80 ist eine Zahl, über die ich lieber nicht nachdenken will. Dennoch bin ich stolz darauf.“ Zumal er leicht als Mittsechziger durchgehen kann. Das Geheimnis seines Jungbrunnens ist ein tägliches Workoutprogramm: „Ich boxe. 100 Links-Rechts-Kombinationen, 100 Haken und 100 Uppercuts. Dann mach ich noch ein paar Unterarmstützen.“

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Braeden war nie jemand, der sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat: „Ich habe schon früh gelernt, dass erst am Ende abgerechnet wird. Deshalb muss man immer weiter machen, weiter fighten, weiter arbeiten und niemals aufgeben. Das Schlimmste, was man tun kann, ist rumsitzen. Wie sagt das alte Sprichwort, ‚Wer rastet, der rostet‘!“ Das tut er nicht.

Braeden spielte auch im dritterfolgreichsten Film aller Zeiten mit

Außerhalb seines Seriendauerbrenners war er zuletzt in einer Rolle des Actionfilms „Criminal Squad“ seines Sohnes Christian zu sehen, der im Februar 2018 auch in deutschen Kinos startete und in dem auch Gerard Butler und Rapper 50 Cent spielten. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Colossus“ (1970), „Flucht vom Planet der Affen“ (1971) und „Schussfahrt in den Tod“ (1974).

In James Camerons „Titanic“, dem lange Zeit erfolgreichsten, nunmehr dritterfolgreichsten Film aller Zeiten, war Braeden 1997 der Geschäftsmann und Erfinder John Jacob Astor, der bei dem Schiffsuntergang 1912 während seiner Flitterwochen ums Leben kam (Astor wurde vermutlich von einem abknickenden Schornstein des Luxusdampfers erschlagen).

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Langlebigkeit erstreckt sich vom Privatleben Braedens (er ist seit 55 Jahren mit der Innenarchitektin Dale Russell, 78, verheiratet) über sein künstlerisches Erbe (Sohn Christian Gudegast, 51, ist Filmregisseur) bis zu seinem Charakter: „Ich bin der, der ich immer war. Ich habe mich nicht groß verändert.“

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Braeden liebt sein Leben, seine Kollegen am Set, seine Familie und Freunde. Der Gedanke daran, in Rente zu gehen, würde ihm nie kommen: „Zur Hölle, nein! Ich mache so lange weiter, wie es nur geht.“

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