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Ein Turm aus Liebe: „Eiffel in Love“ ist ein Filmmärchen über Paris

  • Heute ist sein Turm das Wahrzeichen von Paris, den Auftrag zur Weltausstellung übernahm Gustave Eiffel aber nur widerwillig.
  • Im Film „Eiffel in Love“ (Kinostart am 18. November) glaubt der Baumeister, dass sein Metallpfeil schon bald wieder abgerissen wird.
  • Die zugehörige Liebesgeschichte erzählt Regisseur Martin Bourboulon mit unfasslicher Vorhersehbarkeit.
Jörg Brandes
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Spätestens in 20 Jahren würde er eh wieder abgerissen werden. Gustave Eiffel (Romain Duris) ist wenig begeistert von dem Projekt, das ihm da angetragen wird. Wie wir wissen, kam es anders. Der 1889 anlässlich der Weltausstellung in Paris errichtete Eiffelturm ist heute Wahrzeichen der französischen Hauptstadt.

Klar, dass ein solches Mammutunternehmen Schwierigkeiten mit sich bringt. So berichtet der Film denn auch von technischen Besonderheiten, Finanzierungsproblemen, streikenden Arbeitern, protestierenden Anwohnern und ungünstiger Presseberichterstattung.

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Im Zentrum steht aber – daran lässt schon der Filmtitel wenig Zweifel – eine Liebesgeschichte. Von der soll durch zeitgenössische Dokumente zumindest belegt sein, dass eine Hochzeit des aufstrebenden Ingenieurs mit der damals 18-jährigen Adrienne Bourgès 1860 angekündigt war, von deren Eltern jedoch abgeblasen wurde. Nicht verbürgt ist indes ein Wiedersehen der beiden im Vorfeld des Turmbaus zu Paris. Danach soll die inzwischen anderweitig verheiratete Adrienne (Emma Mackay) sogar der Grund für den Meinungsumschwung des bereits verwitweten Eiffels gewesen sein.

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Leider wird die neu aufflammende Lovestory inklusive ehemännlicher Eifersuchtsintrigen konventionell bis zur absoluten Vorhersagbarkeit erzählt – und dabei stets von Alexandre Desplats überpräsenter Musik begleitet. Länger in Erinnerung bleiben da einige wahrhaft eindrucksvolle Bilder von der Entstehung des Eiffelturms.

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„Eiffel in Love“, Regie: Martin Bourboulon, mit Romain Duris, Emma Mackay, 109 Minuten, FSK 6

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