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Nach Antisemitismus-Eklat

Alexander Farenholtz wird Interims-Geschäftsführer der Documenta

Alexander Farenholtz wird Interims-Geschäftsführer der Documenta.

Alexander Farenholtz wird Interims-Geschäftsführer der Documenta.

Kassel. Der frühere Documenta-Geschäftsführer und Gründungsvorstand der Kulturstiftung des Bundes, Alexander Farenholtz, wird vorübergehend wieder Geschäftsführer der Documenta und Museum Fridericianum gGmbH. Der Aufsichtsrat habe am Montag den im Ruhestand befindlichen Farenholtz einstimmig vom 19. Juli bis zunächst zum 30. September bestellt, teilte die Documenta in Kassel mit.

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Vor dem Hintergrund des Antisemitismus-Eklats auf der „Documenta fifteen“ hatte der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz des Kasseler Oberbürgermeisters Christian Geselle (SPD) und seiner Stellvertreterin, der hessischen Kunstministerin Angela Dorn (Grüne), am Freitagabend die Abberufung der bisherigen Generaldirektorin Sabine Schormann beschlossen.

Farenholtz sei die Documenta „gut vertraut“

Die Documenta sei Farenholtz seit Jahren gut vertraut, heißt es in der Mitteilung. Nach dem Studium der Verwaltungswissenschaft in Konstanz und ersten beruflichen Stationen war er 1989 zum Geschäftsführer der Documenta GmbH unter anderem für die Realisierung der Documenta 9 unter der künstlerischen Leitung von Jan Hoet berufen worden. 1993 wechselte er als Leiter des Ministerbüros ins Baden-Württembergische Kunstministerium und übernahm 1996 zusammen mit Tom Stromberg die Leitung des Kulturprogramms der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover.

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Mit Beginn des Jahres 2002 wurde er zum Gründungsvorstand und Verwaltungsdirektor der Kulturstiftung des Bundes bestellt. Dieses Amt übte er an der Seite von Hortensia Völckers als Künstlerischer Leiterin bis zum Erreichen der Altersgrenze im Januar 2020 aus. Es sei der Wunsch von Alexander Farenholtz, nach der Abstimmung mit den Gesellschaftern nun zunächst mit der künstlerischen Leitung und dann auch mit dem Team der Documenta gGmbH Gespräche aufzunehmen.

Die von der indonesischen Künstlergruppe „ruangrupa“ kuratierte „Documenta fifteen“ läuft noch bis zum 25. September.

RND/epd

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