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Digitaler Karnevalsbeginn: Narren-Schalte zum Start der Session

  • Am 11.11. um 11.11 Uhr haben Deutschlands Jecken die Karnevalssession digital eröffnet.
  • Per Live-Stream konnten Narren ins ganz Deutschland den Start auf Abstand verfolgen.
  • „Wir rufen nicht auf zur Party, aber in den eigenen Räumen sich zu freuen", heißt die klare Botschaft.
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Bexbach. Ganz anders als sonst sind Karnevalisten an diesem 11.11. in die neue Narrensaison gestartet: Erstmals schalteten sich Jecken an diesem Tag bundesweit digital zusammen, um den offiziellen Beginn am Mittwoch um 11.11 Uhr vor den heimischen Bildschirmen zu begehen. „Es ist ein Tag, den wir so schnell nicht mehr vergessen werden: Komplett alles anderes - die karnevalistische Welt steht auf dem Kopf“, sagte der Präsident vom Bund Deutscher Karneval (BDK), Klaus-Ludwig Fess, im saarländischen Bexbach.

Es sei aber kein Grund zum Traurigsein: „Wir sprechen den Karnevalisten und den Menschen im Wohnzimmer Mut zu und zeigen: Jawohl - der Karneval lebt, das Kulturgut ist vorhanden“, sagte Fess zum Live-Stream im Internet, zu dem der BDK eingeladen hatte. Man könne auch daheim auf dem Sofa im kleinen Kreis schunkeln. „Wir rufen nicht auf zur Party, aber in den eigenen Räumen sich zu freuen.“

Video
Der 11.11. - (Kein) Karnevalsbeginn in Köln und Mainz
0:47 min
Leere Straßen, keine Feiernden zum Karnevalsbeginn im Corona-Jahr. So trist war es am 11.11. um 11:11 Uhr in Köln und Mainz noch nie.  © dpa
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„Die längste Polonaise auf der Welt“

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Hunderte Jecken verfolgten den Start in die fünfte Jahreszeit im Internet und schickten Grüße unter anderem aus Aachen, München, Köln, Mainz, Franken, Thüringen und Österreich.

Die Narren-Schalte mit Luftschlangen und Konfetti ging mit einem bunten Programm aus Musik, Videobotschaften und einer Talkrunde an den Start. Auch ein neues Musikvideo mit einem speziellen BDK-Song „Die längste Polonaise auf der Welt“, bei der jeder 1,50 Meter Abstand hält, wurde erstmals gezeigt.

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Närrisches Feiern auf Plätzen und Straßen, wie sonst am 11.11. in den Hochburgen üblich, fällt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. Wegen Corona sind Veranstaltungen mit vielen Menschen für die Session 2020/21 abgesagt. Der BDK zählt bundesweit rund 2,6 Millionen Mitglieder in mehr als 5300 Vereinen und Zünften.

RND/dpa

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