„Der Distelfink“ - Trauer, die nicht enden will

  • Das traurige Drama „Der Distelfink“ geht zu Herzen.
  • Für die Romanvorlage erhielt Donna Tarrt den Pulitzer-Preis.
  • Im Zentrum steht die Frage nach Zufall oder Schicksal.
Margret Köhler
|
Anzeige
Anzeige

Ein einziger schrecklicher Moment kann ein Leben prägen und einen Menschen entwurzeln: Davon erzählt Regisseur John Crowley nach dem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Roman von Donna Tartt.

Der 13-jährige Theo (Oakes Fegley) verliert seine Mutter bei einem Bombenattentat im Museum, ein Sterbender gibt ihm einen Ring und bittet ihn, das kleine und sehr wertvolle Bild „Der Distelfink“ zu stehlen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Nach Stationen bei einer Pflegefamilie (Nicole Kidman als Pflegemutter) und bei seinem Vater macht der junge Mann (gespielt nun von Ansel Elgort) Karriere als Antiquitätenhändler in New York. Doch dann durchrütteln Intrigen um das gestohlene Bild seine Existenz. Die Suche nach einem festen Platz im Leben bleibt trotz tiefer Freundschaften und auch Liebesbeziehungen erfolglos.

Trauer und Schuldgefühle definieren den Charakter eines Mannes, dem Hoffnung und Zukunft aufgrund der traumatischen Vergangenheit immer wieder entgleiten. Dieses zu Herzen gehende Drama mit starken Bildern und epischer Wucht dreht sich um die bewegende Frage nach Schicksal oder Zufall.

„Der Distelfink“, Regie: John Crowley, mit Ansel Elgort und Nicole Kidman, 150 Minuten, FSK 12

Lesen Sie auch: Neu im Kino - das sind die aktuellen Filmstarts