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Depardieu in Bestform im Sozialmärchen “Das Wunder von Marseille”

  • Gérard Depardieu präsentiert sich in “Das Wunder von Marseille” von seiner besten Seite.
  • Er spielt in dem Sozialmärchen einen Schachtrainer, der einem Flüchtling aus Bangladesch das Schachspiel beibringt.
  • Das Flüchtlingsthema wird mit Blick auf die Realität ganz ohne Larmoyanz behandelt.
Von Margret Köhler
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Eine Migrantengeschichte mit Happy End, dazu auf wahren Begebenheiten basierend: etwas fürs Herz. Vorlage für Pierre François Marin-Lavals fast märchenhaftes Sozialdrama war das Buch „Spiel um dein Leben, Fahim!“ über den achtjährigen Fahim (Assad Ahmed), der mit seinem Vater (Mizanur Rahaman) aus Bangladesch nach Frankreich flieht.

Während der Ältere in die Illegalität rutscht, lernt das junge Schachspieltalent schnell Französisch und beim genialen Schach-trainer Sylvain (Gérard Depardieu) das Königsspiel. Fahim will seinen Traum verwirklichen und die Jugendmeisterschaft gewinnen, als Lohn winkt die Aufenthaltsgenehmigung für beide.

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Perfekt ist das Zusammenspiel der Hauptdarsteller

Perfekt das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller, wobei der brummige Depardieu zu alter Größe findet. Das Flüchtlingsthema wird mit Blick auf die Realität ganz ohne Larmoyanz behandelt, trotz Hilflosigkeit im der Fremde, Sehnsucht nach Heimat. Eine Dosis Humor sorgt für Leichtigkeit. Laiendarsteller Assad Ahmed stammt wie der echte Fahim Mohammad aus Bangladesch. Elf Jahre später wartet er noch immer auf die französische Staatsbürgerschaft.

„Das Wunder von Marseille“, Regie: Pierre François Marin-Laval, mit Gérard Depardieu, Assad Ahmed, 107 Minuten, FSK 12