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Deepfakes in Filmen: Unternehmen will tote Schauspieler wiederauferstehen lassen

  • Sie würden schon mal wieder ins Kino gehen, wenn es nur einen neuen Film mit Humphrey Bogart gäbe?
  • Die Firma Worldwide XR will per Computertrick das Unmögliche möglich machen – ein Projekt mit dem 1955 verstorbenen James Dean ist geplant.
  • Gegen diese Geschäftsidee laufen (aus guten Gründen) vor allem Schauspieler Sturm.
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Humphrey Bogart, Marlon Brando, John Wayne, Charlie Chaplin, Stan Laurel und Oliver Hardy, Katharine Hepburn, Elizabeth Taylor. Alle stehen sie prinzipiell für neue Filme bereit. Und das, obwohl sie alle längst gestorben sind. Einen neuen Film mit Marilyn Monroe im New York von 2020? Einen modernen Actionfilm mit Steve McQueen, der dabei aussieht wie 1968 in „Bullitt“? Kein Problem, zumindest theoretisch. Die Firma Worldwide XR will die Redensart von den „unsterblichen Leinwandlegenden“ wahr werden lassen. Die ganzen Stars der Hollywoodgeschichte könnten in den nächsten Jahren den Lazarus machen.

Mit Computeranimation wird zunächst James Dean wieder lebendig

Worldwide XR ist ein neu gegründetes Unternehmen von CMG Worldwide und Observe Media. XR liefert mediale Inhalte, CMG die Rechte an verstorbenen Schauspielern, Künstlern und Sportlern, wie die Webseite Mixed.de berichtet. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen tote Weltstars auferstehen lassen. Bekannt wurde bislang nur das Projekt „Finding Jack“, in dem der 1955 verstorbene James Dean, Hollywoods mythischer „Rebell ohne Grund“, lebendig wird. Dabei wird moderne Computeranimation in Verbindung mit bestehendem Filmmaterial verwendet.

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Schauspieler üben Kritik am Vorhaben der Firma Worldwide XR

Außerdem gibt es noch die Variante, einen lebenden Schauspieler die Rolle spielen zu lassen und hinterher das Gesicht des gewünschten toten Stars darüberzulegen. So etwa entstand die spektakuläre Schlussszene von „Rogue One – A Star Wars Story“ mit der damals bereits verstorbenen Carrie Fisher als Sternenprinzessin Leia Organa.

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Worldwide XR sieht es als Mission an, die Erinnerung an Hollywoods Ikonen wachzuhalten – so jedenfalls sieht es Gründer Mark Roesler. Auf offene Ablehnung stößt das Auferweckungsunternehmen bei Schauspielern wie Chris Evans („The Avengers“) oder Elijah Wood („Der Herr der Ringe“). Die finden die Vorgehensweise eher gruslig als spannend. Um künftige Einnahmen wird gebangt. Der Schauspieler Dylan Sprouse nannte XR bei Twitter „Grabräuber“ und mutmaßte, man wolle das Geld für lebende Schauspieler sparen.

RND/big

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