Berlinale weist Zensur-Vorwürfe gegen Ai Weiwei zurück

  • Die Berlinale hat Vorwürfe über einen angeblichen Einfluss Chinas auf die Filmauswahl zurückgewiesen.
  • Der Demokratie-Aktivist Joshua Wong hatte das Festival beschuldigt, einen Film von Ai Weiwei deshalb abgelehnt zu haben.
  • Er ruft außerdem zum Boykott der Berlinale auf.
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Berlin. Nach Forderungen des Hongkonger Demokratie-Aktivisten Joshua Wong für einen Boykott der Berlinale hat das Festival Vorwürfe über einen angeblichen Einfluss Chinas auf die Filmauswahl zurückgewiesen. Wongs Vorwurf, die Berlinale habe einen Film des chinesischen Dissidenten Ai Weiwei abgelehnt, sei haltlos, erklärte die Berlinale am Sonntag.

Festivalleiter Carlo Chatrian sagte, Ai Weiwei habe sich entschieden, seinen Film auf einem anderen Festival zu zeigen, bevor die Berlinale über eine Aufnahme ins Programm entscheiden konnte. Auch Chatrian wies Zensurvorwürfe zurück. Es geht dabei um den Film "Vivos" zu den Massakern in Mexiko.

Führungsduo hat sich gegen Einmischung von Außen gewehrt

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Zuvor hatte Joshua Wong in einem Interview mit der Zeitung "Welt am Sonntag" der Berlinale vorgeworfen, unter dem Druck Pekings einen Dokumentarfilm des chinesischen Dissidenten und Künstlers Ai Weiwei abgelehnt zu haben. "Für mich ist klar, dass Ai Weiwei wegen seines politischen Status nicht zum Festival zugelassen wurde", sagte Wong der Zeitung. Die Berlinale-Verantwortlichen hätten es bisher nicht geschafft, der Öffentlichkeit überzeugende Erklärungen dafür zu geben - obwohl sie behaupteten, dass es eine Zensur nicht gebe.

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In einem Interview mit dem "Spiegel" hatte sich das Führungsduo der Berlinale, Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek, zuvor gegen eine Einmischung von Außen verwehrt. Kein Sponsor dürfe Einfluss auf das Programm nehmen. Zu früheren Vorwürfen des chinesischen Dissidenten, das Festival boykottiere seine Filme, sagte Chatrian, die Berlinale-Retrospektiven würde ein bis zwei Jahre im Voraus entschieden und widmeten sich der Filmgeschichte.

RND/dpa

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