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Bayreuther Festspiele: „Tannhäuser“-Regisseur ärgert Stardirigent Gergiev

  • Die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele haben am Sonntag begonnen.
  • Der „Tannhäuser“-Regisseur Tobias Kratzer nutzte einen Einspieler am Dienstagabend, um den Stardirigenten Valery Gergiev zu ärgern.
  • Bei dem Witz ging es um die Unpünktlichkeit von Gergiev.
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Bayreuth. Der Bayreuther „Tannhäuser“-Regisseur Tobias Kratzer hat bei der Wiederaufnahme seiner gefeierten Inszenierung die Corona-Maßnahmen aufs Korn genommen - und den russischen Star-Dirigenten Valery Gergiev geärgert. In einem Einspieler war am Dienstagabend die Bayreuther Galerie mit Dirigenten-Porträts zu sehen. Vor dem Bild Gergievs stand ein Schild: „Komme etwas später“. Gergiev war im Premierenjahr 2019 Dirigent der Produktion - und damals dafür bekannt, dass er nicht immer ganz pünktlich zu den Proben erschien.

In einem weiteren eingespielten Film hielt der Bulli, mit dem Tannhäuser (Stephen Gould) und Venus (Ekaterina Gubanova) durch die Gegend fahren, an, damit alle Insassen auf das Coronavirus getestet werden können. „Frisch (negativ) getestet“ stand dann auf einem Aufkleber.

Bayreuther Festspiele finden mit einem strengen Hygienekonzept statt

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Die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele finden in diesem Jahr mit einem strengen Hygienekonzept statt. Nur die Hälfte der üblicherweise rund 2000 Zuschauer ist zugelassen - und das auch nur, wenn sie negativ getestet, von Covid-19 genesen oder vollständig geimpft sind. Alle Mitarbeiter, Sänger und Regisseure müssen sich ebenfalls regelmäßig testen lassen.

Auch in ihrem zweiten Jahr wurde Kratzers ausgezeichnete Inszenierung begeistert gefeiert. Wenige Buhs wurden von lauten Bravo-Rufen niedergebrüllt. Viel Applaus gab es auch für Dirigent Axel Kober, der in diesem Jahr statt Gergiev am Pult steht. Den meisten Jubel erntete Sängerin Lise Davidsen als Elisabeth.

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Die Bayreuther Festspiele machen am Mittwoch Pause und gehen am Donnerstag (16.00 Uhr) mit der „Walküre“ weiter - einer konzertanten Aufführung, untermalt von einer Farbaktion des als „Blutkünstler“ bekannt gewordenen Österreichers Hermann Nitsch.

RND/dpa

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