Autorin schlägt Friedensnobelpreis für Ostdeutsche vor

  • Die Autorin Ines Geipel hat in einem Interview für einen Friedensnobelpreis für Ostdeutsche plädiert.
  • Drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall falle es dem Westen womöglich schwer, 1989 als Identitätsereignis für Deutschland anzunehmen, so Geipel.
  • Ostdeutsche für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen, könne laut der Autorin einen erlösenden Effekt mit sich bringen.
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Berlin. Drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall ruft die Autorin Ines Geipel zu einem Ende des Haderns mit Hürden bei der Einheit auf. Dem Westen falle es womöglich schwer, 1989 als großes Identitätsereignis für Deutschland anzunehmen, "weil er nicht beteiligt war wirklich, also nicht auf der Straße war", sagte Geipel im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Der Osten sei gebremst, "weil er hadert und hadert und hadert".

"Ich habe jetzt immer gedacht, vielleicht sollte man die Ostdeutschen für den Friedensnobelpreis vorschlagen, damit sie endlich mal erlöst werden und sich sagen können: Ja, wir können mit einem absolut geraden Rückgrat sagen, wir haben Deutschland die Einheit gebracht und sie gemacht", sagte Geipel. Und zwar sei das friedlich geschehen. Das sei doch unglaublich, ein großes Wunder.

RND/epd

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