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Autorin Cornelia Funke kritisiert Präsidentschaft von Donald Trump

  • Die Kinder- und Jugendbücher der Bestellerautorin Cornelia Funke sind über deutsche Grenzen hinweg berühmt - auch in ihrer Wahlheimat Kalifornien.
  • Wegen Präsident Donald Trump zweifelt die 61-Jährige jedoch am amerikanischen Traum.
  • In einem Interview spricht sie nun darüber, wie es für sie in den USA weitergeht.
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Los Angeles. Die seit 15 Jahren in Kalifornien lebende Bestsellerautorin Cornelia Funke (61) ist nach eigenen Worten von den USA “desillusioniert”. Sie habe “das traurige Gefühl, dass mir der amerikanische Traum abhandenkommt”, sagte die Autorin dem “Spiegel”. “Die Frage ist: Wann ist es Zeit zu gehen? Ich bin bereit, zu kämpfen, ich bin auch bereit, die Schwierigkeiten auszuhalten, aber kann ich diesen amerikanischen Traum noch unterschreiben?”

Cornelia Funke: “Trump lockt das Hässliche heraus”

Für die zunehmende Polarisierung ihrer Wahlheimat sei Präsident Donald Trump verantwortlich, sagte Funke (“Tintenherz”, “Drachenreiter”). “Trump lockt nun all das Hässliche heraus, was wir für besiegt und vergessen hielten.” Er habe die “sozialen Werte” der USA “dramatisch umgekehrt”, allen voran Diversität, Toleranz und Fortschrittsglauben. Sie kritisierte, dass etwa eine Krankenversicherung “meist nur als unnützes Hindernis für einen vollkommen von der Leine gelassenen Kapitalismus betrachtet” werde.

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Als weiteren Grund für ihre Zweifel an Amerika nannte Funke die schweren Waldbrände in Kalifornien. Ihr Haus in Malibu bei Los Angeles brannte 2018 fast ab. “Als das jetzt wieder losging mit der Brandsaison, habe ich auch gesagt, Himmel, ich glaube, ich muss doch weg.” Trotzdem bleibe ihr Grundstück in Malibu für sie “ein heiliger Ort”, das sie nicht “einfach irgendwelchen Spekulanten überlassen” wolle. Sie wolle aber einen Hof in Deutschland kaufen, auf dem ihr Artist-in-Residence-Programm ein europäisches Zuhause finde.

RND/dpa

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