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Amanda Knox kritisiert Film „Stillwater“: Ausbeutung ihres Falls

  • Amanda Knox wurde 2015 in Italien vom Vorwurf des Mordes an einer Studentin freigesprochen.
  • Der Regisseur Tom McCarthy zieht in seinem Film „Stillwater” eine vage Verbindung zu dem Fall.
  • Das hält Knox für nicht legitim.
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New York. Die in einem spektakulären Mordfall 2015 freigesprochene Amanda Knox hat sich darüber beklagt, dass der neue Film „Stillwater – Gegen jeden Verdacht“ mit ihrem Namen in Verbindung gebracht wird. Damit werde ihre Geschichte ohne ihre Zustimmung auf Kosten ihres Rufs ausgebeutet, sagte Knox.

In dem Film spielt Matt Damon einen Vater, der von den USA nach Frankreich fliegt, um seiner wegen Mordes an ihrer Freundin in Marseille verurteilten Tochter zu helfen. Knox wird darin nicht genannt, aber die Filmemacher erwähnten in Interviews, dass ihr Fall der ursprüngliche Ausgangspunkt für das Drehbuch gewesen sei.

Knox: „Gehört mir mein Name?”

In Tweets und einem Aufsatz auf der Online-Seite Medium führte Knox mehrere Publikationen und Regisseur Tom McCarthy auf, die ihren Namen zur Bewerbung des Films genutzt hätten. McCarthys „fiktionalisierte Version von mir ist nur die schuldigere Boulevardzeitungs-Verschwörung von mir“, schrieb sie.

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„Gehört mir mein Name? Mein Gesicht? Was ist mit meinem Leben? Meiner Geschichte? Warum wird mein Name genutzt, um auf Ereignisse zu verweisen, über die ich keine Kontrolle hatte?“, fragte Knox. Andere zögen weiterhin Profit aus ihrem Namen und Gesicht sowie ihrer Geschichte, ohne ihre Zustimmung.

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Knox geriet nach Ermordung einer Studentin in die Schlagzeilen

Die US-Bürgerin Knox geriet nach der Ermordung einer britischen Studentin im italienischen Perugia 2007 weltweit in die Schlagzeilen. Knox und ihr damaliger Freund gerieten unter Verdacht. Beide wurden zunächst schuldig gesprochen, bis das höchste italienische Gericht die Urteile 2015 letztinstanzlich aufhob. Ein anderer Mann verbüßt eine 16-jährige Haftstrafe für die Tat.

Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo „Stillwater“ aufgeführt wurde, erklärte Regisseur McCarthy in diesem Monat, der Fall Knox habe als anfängliche Inspiration gedient, „aber nicht viel mehr als das“. In einem späteren Interview der Nachrichtenagentur AP sagte McCarthy, er habe Knox' juristischen Leidensweg nicht nachahmen wollen. Sein Film sei „lose davon inspiriert“, wolle den Fall aber nicht nachstellen. Es sei aber großartig gewesen, ihn als Bezugspunkt zu haben.

RND/AP

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