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Almodóvar glaubt nicht an Oscar für “Leid und Herrlichkeit”

  • “Leid und Herrlichkeit” heißt das Drama des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar, das in der Kategorie bester internationaler Spielfilm nominiert ist.
  • Doch der 70-Jährige glaubt nicht, dass er mit seinem Werk gewinnen wird.
  • Er vermutet, dass Favorit "Parasite" aus Südkorea den begehrten Preis einheimsen wird.
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Madrid/Los Angeles. Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar bezweifelt, dass sein viel gelobtes Drama "Leid und Herrlichkeit" den Oscar als bester internationaler Spielfilm gewinnt. "Ich denke, es gibt einen klaren Favoriten", sagte der 70-Jährige am Sonntag wenige Stunden vor der Oscar-Verleihung in Los Angeles. "Ich habe eine Chance von 20 Prozent - aber laut Presse ist "Parasite" der Favoritenfilm in dieser Kategorie." Den Golden Globe als bester fremdsprachiger Film hat die Tragikomödie aus Südkorea schon eingeheimst.

Bislang sei er ungewohnt entspannt, so Almodóvar. "Die Wahrheit ist, dass ich viel weniger nervös bin als sonst. Aber in dem Moment, wenn sie dann die nominierten Filme nennen und unsere Namen sagen, werde ich immer sehr nervös und aufgeregt." Vor 20 Jahren gewann Almodóvars Film "Alles über meine Mutter" einen Oscar als bester fremdsprachiger Film. 2003 holte der Filmemacher für "Sprich mit ihr" den Original-Drehbuch-Oscar.

Antonio Banderas als bester Hauptdarsteller nominiert

Für Almodóvars Streifen, der im Original "Dolor y Gloria" heißt, ist auch der spanische Schauspieler Antonio Banderas in der Kategorie als bester Hauptdarsteller nominiert. Zuletzt hat der Film bei der Verleihung der Goya-Filmpreise in Málaga abgeräumt, die als "spanische Oscars" gelten. Unter anderem gewann "Leid und Herrlichkeit" als bester Film, für die beste Regie, das beste Drehbuch und Banderas als bester Hauptdarsteller.

Der Film ist eines der persönlichsten Werke Almodóvars und hat viele autobiografische Bezüge. Erzählt wird die Geschichte des alternden, schwulen Regisseurs Salvador (gespielt von Banderas), der auf sein Leben und seine Kindheit in den 60ern mit seiner geliebten Mutter Jacinta (Penélope Cruz) zurückblickt.

RND/dpa