Ahmad Mansour bekommt Menschenrechtspreis

  • Der Psychologe und Publizist Ahmad Mansour ist am Sonntag mit dem Menschenrechtspreis der Gerhart und Renate Baum-Stiftung geehrt worden.
  • Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde in Kooperation mit dem Schauspiel Köln in der Spielstätte am Offenbachplatz vergeben.
  • Für sein Engagement wurde Mansour bereits mehrfach ausgezeichnet.
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Köln. Der Psychologe und Publizist Ahmad Mansour ist am Sonntag mit dem Menschenrechtspreis der Gerhart und Renate Baum-Stiftung geehrt worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde in Kooperation mit dem Schauspiel Köln in der Spielstätte am Offenbachplatz vergeben. Die Stiftung bezeichnete Mansour als "einen Menschen, der sich unermüdlich als visionärer Brückenbauer für die Demokratie in unserer Integrationsgesellschaft einsetzt". Mit verschiedenen Initiativen und Projekten setze er sich gegen Extremismus ein. Die Laudatio hielt der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Mansour plädiert für eine innere Reform des Islam und ist Mitbegründer der "Initiative Säkularer Islam". 2017 gründete er mit seiner Frau Beatrice Mansour, einer deutschen Publizistikwissenschaftlerin und Kriminologin, die Gesellschaft "Mind Prevention", eine Initiative für Demokratieförderung und Extremismusprävention. Er veröffentlichte die Bücher "Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen" (2015) und "Klartext zur Integration: Gegen falsche Toleranz und Panikmache" (2018).

Seit 2004 lebt Mansour in Berlin

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Mansour wurde 1976 im arabischen Dorf Tira in Israel geboren. Ab 1996 studierte er Psychologie, Soziologie und Philosophie in Tel Aviv und Berlin. Als 13-Jähriger wurde er durch einen fundamentalistisch geprägten Imam zum Besucher einer Koranschule und wandte sich dem Islamismus zu. Während seines Studiums löste er sich wieder von diesem Einfluss. Aufgrund der Gewalterfahrungen der zweiten Intifada zog er 2004 nach Berlin, wo er bis heute lebt. Seit 2017 ist er deutscher Staatsbürger.

Für sein Engagement wurde Mansour bereits mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er den Theodor-Lessing-Preis der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover, den Carl-von-Ossietzky-Preis der Stadt Oldenburg, den Moses-Mendelssohn Preis des Berliner Senats und die Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

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RND/epd

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