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Zwölf Corona-Tote in Pflegeheim für Demenzkranke - 72 weitere Infizierte

  • Zwölf Bewohner eines Pflegeheims im niedersächsischen Wolfsburg sind in der Stadt infolge einer Corona-Infektion gestorben.
  • Das teilte das Gesundheitsamt am Samstag mit – 72 weitere Bewohner seien mit dem Virus infiziert.
  • Alle Betroffenen sind Demenzpatienten.
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In einem Demenzpflegeheim in Wolfsburg hat es einen massiven Ausbruch des Coronavirus gegeben. Das berichtet die “Wolfsburger Allgemeine”. Zwölf Bewohner des Hanns-Lilje-Heims seien bereits an den Folgen der Infektion gestorben. Das teilte der Gesundheitsamtsleiter Friedrich Habermann bei einer Pressekonferenz in Wolfsburg mit.

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Damit stammen sämtliche bestätigten Todesfälle in der Stadt aus dem Pflegeheim. 165 Demenzkranke werden in der Einrichtung betreut. Von diesen seien 72 positiv auf Corona getestet worden, sagte Habermann. Diese machen einen Großteil der insgesamt 122 Infizierten in der Stadt aus, zu denen auch die zwölf Verstorbenen gehören. Ein Teil der Verstorbenen zeigte unmittelbar vor dem Tod keine Symptome. “Das war überraschend für uns alle”, sagte Habermann.

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Das Ausmaß des Corona-Ausbruchs in dem Heim der Diakonie Wolfsburg sei erst nach systematischen Tests offenbar geworden, mit denen laut Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) am Donnerstag begonnen wurde. Der erste Bewohner des Heims sei am 18. März im Klinikum positiv auf Corona getestet worden. Den ersten Todesfall gab es demnach am 23. März. Am Donnerstag und Freitag seien jeweils vier weitere Bewohner an einer Corona-Infektion gestorben. Manche Verstorbene hätten keinerlei Krankheitssymptome gezeigt, sagte Gesundheitsamts-Leiter Friedrich Habermann. Zwei weitere Todesfälle in dem Heim meldete die Stadt am Samstag. Es handelt sich um eine 92-jährige Frau und einen 90-jährigen Mann.

Das seien “schreckliche Nachrichten”, sagte Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD). Diese Tragödie zeige die zerstörerische Kraft, die das Virus entfalten könne. Sie führe deutlich vor Augen, dass insbesondere Seniorinnen und Senioren geschützt werden müssten: “Auch vor dem Hintergrund der furchtbaren Ereignisse in Wolfsburg warne ich davor, vorschnell Debatten über eine Aufhebung der Kontaktverbote zu führen und falsche Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Krise zu wecken”, fügte die Ministerin hinzu.

RND

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