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Tipps und Tricks

Wie viel Wasser sollte man trinken – und wie schafft man das am besten?

Beliebter Durstlöscher: Beim stillen Wasser gibt es erhebliche Preisunterschiede, wobei teuer nicht gleich gut bedeuten muss.

Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) macht sich bereits ein Flüssigkeitsverlust von 2  rozent bemerkbar. Dann schwindet die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Flüssigkeit ist für den Körper lebenswichtig. Der Mensch besteht zu mehr als der Hälfte aus Wasser – bei Frauen sind es 50 Prozent, bei Männern 60 Prozent und bei Säuglingen sogar 70 Prozent.

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Wasser ist ein wichtiger Bestandteil der Zellen, ist bedeutend für Stoffwechselabläufe, regelt biochemische Reaktionen und kühlt den Organismus durch Schwitzen ab. Kurzum: Ohne Wasser könnten wir nicht leben – zumindest nicht lange. Während der Körper in Hungerphasen mehrere Wochen ohne Nahrung auskommen kann, ist fehlende Flüssigkeit schnell tödlich. Schon nach zwei Tagen kann es zum Kreislaufversagen kommen. Laut des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) macht sich bereits ein Flüssigkeitsverlust von 2 Prozent bemerkbar. Dann schwindet die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Wie viel trinken die Deutschen?

Einer Umfrage von Statista zufolge, trinkt über die Hälfte der Deutschen ein bis zwei Liter am Tag. Rund ein Drittel gaben sogar an, zwei bis drei Liter zu trinken. Eine weitere Umfrage ergab: 84 Prozent der Befragten trinken jeden Tag Wasser. Nur 2 Prozent gaben an, selten zum Wasserglas zu greifen. Mittlerweile ist zudem immer mehr Mineralwasser unter den Getränken. Während im Jahr 2017 noch 160,7 Liter Wasser im Jahr pro Kopf getrunken wurden, waren es im Jahr 2021 bereits 164,8 Liter.

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Scheinbar wird in Deutschland also ausreichend getrunken. Gleichzeitig kennen viele diese Situation: Sie sind im Stress, es muss schnell gehen, Sie sind unterwegs – dann bleibt die Wasserflasche häufig stehen.

Wie viel Wasser sollte man am Tag trinken?

Grundsätzlich gilt: Trinken Sie, wenn Sie Durst haben. Laut des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) ist Durst der wichtigste Sinn, wenn es um die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit geht. Darüber hinaus gibt es aber auch konkrete Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Im Schnitt sollte ein Erwachsener täglich 1,3 bis 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

Bei Kindern ist der Wasserbedarf im Verhältnis zum Körpergewicht höher als bei Erwachsenen. Kinder zwischen zwei bis drei Jahren sollten mindestens 700 Milliliter, zwischen sieben und neun mindestens 900 Milliliter und zwischen 13 und 14 mindestens 1,2 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen, rät die Techniker Krankenkasse.

Insbesondere bei älteren Menschen kann das Durstempfinden mit der Zeit verloren gehen. Wer das Gefühl hat, sich nicht mehr auf sein Durstgefühl verlassen zu können, um Flüssigkeitsdefizite auszugleichen, sollte sein Trinkverhalten genauer unter die Lupe nehmen. Außerdem wichtig: Bei großer Hitze oder wenn Sie krank sind – beispielsweise bei Durchfall und Erbrechen – sollten Sie mehr trinken. Der Grund dafür ist, dass Sie in diesen Fällen mehr Wasser ausscheiden als üblich.

Kann man zu viel trinken?

Grundsätzlich ja. Zwar kann der Wasserbedarf laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in seltenen Extremsituationen – beispielsweise bei sehr großer körperlicher Anstrengung oder Arbeit in sehr heißer Umgebung – auf bis zu zehn Liter ansteigen. Dann müssen die über den Schweiß ausgeschiedenen Mineralstoffe wie Natrium und Chlorid zwingend zusätzlich zugeführt werden. Passiert das nicht, kann es zu Hirnödemen und Krampfanfälle kommen.

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Ich habe immer Durst, woran kann das liegen?

Wenn Sie den Eindruck haben, dass ihr Durst nicht zu löschen ist, egal wie viel Sie trinken und sie bereits täglich sehr viel Flüssigkeit zu sich nehmen, sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren. Sie können eine mögliche Erkrankung ausschließen und Ihnen weitere Hinweise zum Thema Trinken geben.

Was sollte man trinken?

Die wichtigste Flüssigkeit ist Wasser – egal ob Mineralwasser oder Leitungswasser. Aber auch Saftschorlen (Mischverhältnis 3:1) sowie ungesüßte Früchte- und Kräutertees sind gute Durstlöscher. Kaffee, Energydrinks sowie gezuckerte Limonaden werden von Ernährungsexperten und -expertinnen nicht empfohlen. Sie gelten als Genussmittel – ebenso wie Alkohol. Milch ist aufgrund seines Nährstoffgehalts ein Lebensmittel und kein Getränk.

Darf man Leitungswasser trinken?

Leitungswasser in Deutschland ist viel besser als sein Ruf. Laut des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) bescheinigte das Bundesumweltamt (UAB) dem deutschen Trinkwasser eine sehr gute Qualität. Trinkwasser aus dem Hahn muss rein und genießbar sein. Es darf keine Krankheitserreger enthalten. Und es gibt strenge Grenzwerte für Stoffe, die der Gesundheit schaden könnten. Dem Bericht des BZfE zufolge war in keiner Probe aus Deutschland mit einer Gesundheitsgefahr zu rechnen. Trinken kann also so einfach sein wie ein Gang zum nächsten Wasserhahn.

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Was tun, wenn man das Trinken einfach vergisst?

Vielen Menschen ist das natürliche Durstempfinden abhandengekommen. Anderen fällt häufiges Trinken im Alltagsstress schwer. Und wieder andere mögen einfach kein Wasser. Wir haben Ihnen haben sieben Tipps für Sie zusammengestellt, die auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen werden:

  1. Der Trinktagebuch-Trick – Wissen Sie eigentlich genau, dass Sie zu wenig trinken? Notieren Sie in einem Trinktagebuch Ihre ungefähren Trinkmengen. Vielleicht reicht es auch, dass Sie, anstatt zum Pott Kaffee, häufiger zum Kräutertee greifen und im Restaurant Mineralwasser statt Limonade bestellen.
  2. Der Klebezettel-Trick– Kleben Sie einen Zettel an eine Stelle, die Sie häufig ansehen. Klebt ein Erinnerungszettel mit der Aufschrift „Trinken!“ an Kühlschrank, Computerbildschirm oder Spind, werden Sie daran erinnert, häufiger zum Wasserglas zu greifen.
  3. Der Flaschen-Trick – Stellen Sie am Morgen schon zwei große Flaschen Wasser bereit, und nehmen Sie sich vor, diese auszutrinken. Trinken Sie derzeit noch wenig, beginnen Sie mit einer kleineren Menge und steigern Sie sich.
  4. Der Mahlzeiten-Trick – Nehmen Sie sich vor, zu jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser zu trinken.
  5. Der Einpack-Trick – Egal ob bei langen Autofahrten oder Ausflügen – gewöhnen Sie sich daran, immer ausreichend Wasser dabei zu haben. Dauert eine Reise den ganzen Tag, achten Sie auch darauf, dass Sie die richte Menge Wasser dabeihaben.
  6. Der Technik-Trick – Sie benutzen ein Smartphone? Dann können Sie sich eine der zahlreichen Apps herunterladen, die Sie ans Trinken erinnern können. Alternativ können Sie sich auf Ihrem Handy einen Wecker stellen.
  7. Der Drink-Trick – Verwandeln Sie Ihre Getränke in attraktive Drinks. Mixen Sie sich leckere Longdrinks (ohne Alkohol) aus Früchtetees oder mischen Sie Wasser mit Kräutern wie Pfefferminze oder Zitronengras. Sie können auch Eiswürfel mit Fruchtstücken oder Beeren aufpeppen oder einfach einmal etwas Zitrone oder Gurke in Ihr Wasser geben.

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