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Wie gefährlich ist B.1.1.7? Studien liefern besorgniserregende Erkenntnisse zu Corona-Variante

  • Vor wenigen Monaten war die Datenlage zu der in Großbritannien entdeckten Virusvariante B.1.1.7 noch sehr dünn.
  • Inzwischen haben mehrere Studien erste Hinweise dafür erbracht, dass B.1.1.7 gefährlicher als das ursprüngliche Coronavirus ist.
  • B.1.1.7 sei Erkenntnissen von britischen Forschern zufolge 64 Prozent tödlicher – und birgt Daten des dänischen Gesundheitsinstituts SSI auch ein höheres Risiko für Krankenhausaufenthalte.
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Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.1.7 ist weiter auf dem Vormarsch. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist der Anteil der Mutante in Deutschland in der ersten Märzwoche auf 55 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Ende Januar waren es noch 6 Prozent. B.1.1.7 ist nach bisherigen Erkenntnissen ansteckender als die zuvor beobachteten Virustypen – und aktuelle Studien lassen vermuten, dass sie obendrein auch häufiger zu schweren bis tödlichen Covid-19-Krankheitsverläufen führt.

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Studie: Corona-Variante 64 Prozent tödlicher als ursprüngliches Coronavirus

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Denn inzwischen liefern mehrere Studien erste Erkenntnisse zur „britischen“ Variante, die besorgniserregend sind. Auch Charité-Virologe Christian Drosten thematisierte diese Studien im NDR-Podcasts „Coronavirus-Update“ am Dienstag. Unter anderem nahm Drosten dabei eine britische Studie unter die Lupe, die einen weiteren Hinweis dafür erbracht hat, dass die Variante B.1.1.7 tödlicher ist als das ursprüngliche Coronavirus. Eine Infektion mit B.1.1.7 führe demnach in 4,1 von 1000 Fällen zum Tod, wie die Forscher der Universität Exeter im „British Medical Journal“ berichten. Die Variante sei schätzungsweise im Schnitt 64 Prozent tödlicher. Das Team hatte die Tode von knapp 110.000 zuvor mit Corona infizierten Menschen über 30 Jahren analysiert.

Britische Wissenschaftler: Weitere Hinweise auf höheres Sterberisiko bei Infektionen mit B.1.1.7

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Eine weitere britische Studie weist ebenfalls auf eine höhere Gefährlichkeit von B.1.1.7 hin: Wissenschaftler der London School of Hygiene and Tropical Medicine rechnen mit einem um 55 Prozent höheren Sterberisiko bei Infektionen mit B.1.1.7 im Vergleich zu dem ursprünglichen Virus, heißt es in der am Montag im Fachmagazin „Nature“ veröffentlichten Studie. Das absolute Sterberisiko bei einer Coronavirus-Infektion erhöhe sich für einen Mann aus der Gruppe der 55- bis 69-Jährigen damit von 0,6 auf 0,9 Prozent innerhalb von vier Wochen nach einem positiven Test.

In die Studie aufgenommen wurden Daten von rund 2,2 Millionen positiven Corona-Infektionen in Großbritannien vom 1. September 2020 bis zum 14. Februar 2021. Rund die Hälfte davon war im Labor genauer auf die Variante untersucht worden. Rechne man ungeprüfte und möglicherweise mangelhaft untersuchte Fälle von B.1.1.7 mit ein, müsse sogar von einem schätzungsweise 61 Prozent höheren Sterberisiko im Vergleich zur Ursprungsvariante ausgegangen werden, heißt es weiter.

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B.1.1.7 dominiert auch in Dänemark - und birgt erhöhtes Risiko für Krankenhausaufenthalte

Neben den Studien, die von Forschern aus dem Vereinigten Königreich stammen, liegen auch Daten aus Dänemark vor. Virologe Drosten bezeichnete die Studie des dänischen Gesundheitsinstituts SSI als „besonders wertvoll“, da nun auch Daten über die Gefährlichkeit von B.1.1.7 aus einem anderen Land als Großbritannien vorliegen. Der Studie zufolge birgt die Variante B.1.1.7 ein 64 Prozent höheres Risiko für Krankenhausaufenthalte. Insgesamt wurden 35.887 Personen in der Studie berücksichtigt, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 6. Februar positiv getestet wurden.

Außerdem sei die Mutante nach Erkenntnissen des SSI nun die am weitesten verbreitete Variante in Dänemark. Anfang Januar lag der Anteil von B.1.1.7 bei 4 Prozent, Ende Februar wurde sie in 60 Prozent aller Proben in Dänemark nachgewiesen. Drosten wies jedoch darauf hin, dass es sich bei der Studie um einen Preprint-Artikel handelt. Die Ergebnisse müssen also noch durch ein Peer-Review-Verfahren überprüft werden müssen.

RND/bk/dpa

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